Schluss mit dem Schuldkult? Genau das fördern rechtspopulistische Bewegungen wie Pegida und auch Thügida. Doch was genau steckt dahinter und ist es überhaupt gut, wenn man eines der dunkelsten Kapitel der eigenen Geschichte vergessen soll?

„Ich kann nichts für die Verbrechen vergangener Generationen!“. „Nach so viel Zeit muss endlich Schluss sein mit dem Schuldkuld.“ Genau so klingen Aussagen derjenigen, die fordern das endlich Schluss damit ist, dass man ständig an die NS-Verbrechen erinnert. Es wird mit den kulturellen und Wirtschaftlichen Leistungen Deutschlands geprahlt und als Argument herbeigezogen um zu begründen, dass „die“ nicht zu uns passen.

In der Geschichte gab es eine solche Einstellung schon einmal. Damals wurden „die anderen“ die nicht ins Konzept passen nicht nur ausgewiesen sondern zu Zwangsarbeit verurteilt und sogar ermordet. Es ist ein Teil der Deutschen Geschichte und prägt die Kultur bis heute.

Natürlich kann meine Generation nichts für die Verbrechen die vor vielen Jahren begangen wurden. Aber meine Generation steht genauso wie andere Generationen (nicht nur in Deutschland) in der Pflicht genau an solche Taten zu erinnern und zur Mahnung zu nehmen.

Am vergangenen Wochenende besuchte ich das Konzentrationslager Buchenwald. Das Konzentrationslager, in dem in 6 Jahren über 50000 Menschen ihr Leben ließen. Viele wurden grausam ermordet oder sich selbst überlassen. Andere wurden Opfer von medizinischen Experimenten. Doch die meisten ließen ihr Leben nicht in Buchenwald, sondern in Auschwitz. Nur so lässt sich die „geringe“ Opferzahl erklären.

Wer solche Taten vergisst, vergisst auch die eigene Identität als deutscher. Vor allem Pegida und ähnliche Bewegungen sollten sich dies mal vor Augen führen, wenn sie die deutsche Kultur hochloben. Nicht nur Dichter und Denker gehören zu Deutschland, sondern eben auch diese Zeit.

Mit der Zeit sterben die Zeitzeugen dieser Zeit. Bald wird niemand mehr übrig sein, der als Augenzeuge von dieser Zeit berichten kann. Meine Generation ist deshalb besonders in der Verantwortung solche Geschichten zu sammeln und für die Nachwelt zu erhalten. Dazu gehört auch diejenigen, die an diesem Tag Dinge verbreiten wie:

Ein HOCH auf die Schifffahrt und natürlich „Herzlichen Glückwunsch“ zum Geburtstag – an alle die HEUTE haben

Zur Erinnerung: Heute ist Hitlers Geburtstag…
Tommy Frenck zeigt mal wieder sein wahres Gesicht und möchte nicht Nazi genannt werden. Doch in meinen Augen ist er genau das. Nein, lieber Tommy, kein Altnazi, ein sogenannter Neonazi. (Neo ist lateinisch und heißt neu)…

 

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