Man kann ja von Sügida und Thügida und dem ganzen Gidagedöhns halten was man will. Doch heute wurde mir von jemanden zugetragen, dass er dort nicht teilnehmen durfte weil es von Seiten des Arbeitgebers unterbunden wurde.

Ok ich muss sagen, dass ich Sügida (und Thügida) für eine Naziveranstaltung halte und eine Teilnahme für mich (und für jeden klar denkenden Menschen) für völlig ausgeschlossen halte. Auch versuche ich Menschen irgendwie aufzuklären, die bei diesen Nasen mitlaufen, dies eben nicht zu tun.

Doch heute ging es nicht um Aufklärung, sondern um das Recht zu demonstrieren selbst. Ich stand erst einmal relativ geschockt da und konnte es kaum glauben. Doch dann zeigte mir die Person einen Beweis dafür, dass es wirklich so war. Seitens des Arbeitgebers wurde die Teilnahme an Sügida verurteilt und den Mitarbeitern nahe gelegt, nicht daran teilzunehmen.

Natürlich sollte man als Altenpfleger noch einmal ganz scharf nachdenken wenn man eine solche politische Einstellung hat (könnten auch Klienten/ Bewohner/ Patienten nicht ins politische Weltbild passen). Zudem hat man mit der Unterzeichnung des Vertrags auch das Leitbild der Einrichtung und das Selbstverständnis unterzeichnet, welches in sozialen Berufen meist die Akzeptanz von ALLEN Menschen einbezieht.

Doch was ich mich nun frage ist, darf man derart in das privatleben eines Menschen eingreifen und sogar ein essentielles Grundrecht eines Menschen einschränken, nur weil es nicht dem Leitbild der Einrichtung entspricht? Wenn ich ein wenig weiter denke, kann man so doch als Einrichtung alles mögliche fordern. Für mich stellt dieses Vorgehen zumindestens einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dar. In meinen Augen sollte es jedem frei stehen, was er auch politisch in seiner Freizeit macht. Dafür leben wir in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit und wenn eine Demokratie nicht passende Meinungen mit Verboten statt mit Argumenten zu verhindern versucht, läuft doch einiges schief in unserem Land.

Wie seht ihr das? Darf ein Betrieb derartiges tun? Oder ist er damit zu weit gegangen?

Foto: hannes.a.schwetz

 

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