Als ich heute im Netz stöberte stieß ich auf einen Beitrag von Thomas von reisen-fotografie.de der sich mit dem Thema beschäftigt, wie er eigentlich zum Hobbyfotografen wurde. Tatsächlich habe ich mir nie so wirklich Gedanken darüber gemacht wie das bei mir eigentlich war. Es wird Zeit das ganze nachzuholen und sich zugleich an der Blogparade zu beteiligen.

Die Anfänge liegen in der Kindheit

Ich habe lange drüber nachgedacht wie das bei mir wohl angefangen hat. Also schwelgte ich ein wenig in Erinnerung und da ist mir doch tatsächlich eingefallen, dass ich als Kind bei einem Dorffest in meinem kleinen Heimatdorf Fischbach bei einer Tombola gleich zu Beginn den Hauptpreis absahnte. Es war ein kleiner, einfacher Fotoapparat sponsert by Sparkasse (eigentlich ein billiges Werbegeschenk). Ab diesem Augenblick gab es kein halten mehr. es faszinierte mich einfach, Augenblicke festzuhalten und so kam alles unter die kleine Linse ob nun ein Film in der Kamera war oder nicht. So hat das ganze wohl schon sehr früh angefangen. Leider hält so ein Werbegeschenk in Kinderhänden oft nicht lange und so war nachdem das Teil kaputt war erst einmal wieder schluss.

Erst mit 14 Jahren im Jahr 2002 zu meiner Konfirmation kam ich wieder in Berührung mit Kameras. Die ersten digitalen Geräte eroberten den Markt und so habe ich mir von meinem Konfirmationsgeld für damals 360€ meine erste Digitalkamera gekauft. Eine Mustek MDC 3000. Sie hatte keinen eigenen Akku und das Batteriefressende Gerät hatte auch noch einen entsetzlichen Wackelkontakt. Insgesamt konnte das völlig überteuerte Gerät meine Fotografierfreude zumindest zum Teil wieder beleben. Doch der Wackelkontakt im Batteriefach wurde irgendwann immer schlimmer und das Gerät ging im Betrieb immer wieder aus. So landete auch diese Kamera irgendwann in einer Schublade. Zudem ging die Entwicklung in dieser Zeit so rasant vorran, dass meine kleine (große und schwere) Mustek sehr schnell technisch völlig veraltet war.

So hab ich mir irgendwann bei Ebay eine Yakumo Mega Image 67x bei Ebay ersteigert. Zu der Zeit auch völlig veraltet, aber immerhin hatte ich was zum knipsen und spielen. Geld hatte man in diesen jungen Jahren sowieso nicht und so war man zufrieden mit dem was man hatte. Das Teil machte wirklich gute Bilder wie ich fand.Irgendwann ist es im jugendlichen Leichtsinn einem Himmelfahrtsausflug zum Opfer gefallen. Schade eigentlich.

Die nächste Kamera war eine Olympus SZ 10. Das erste mal das ich mit der Zeit ging und eine wirklich „moderne“ Kamera hatte. Dieses Gerät war genial und weckte in mir die Sucht zur Fotografie. Vor allem im Makro Bereich war das Teil unschlagbar und hatte dennoch einen genialen Zoom. Ein perfekter kompromiss eigentlich. Stundenlang saß ich damals in der Wiese und fotografierte Insekten, Blumen und andere Dinge. Ein ständiger Begleiter der leider nach einem Sturz viel zu schnell kaputt ging. Außerdem hatte das Gerät nur sehr wenige technische Einstellungsmöglichkeiten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nun musste aber endlich etwas besseres her und das Geld reichte ja nun auch für etwas größere Sprünge als völlig veraltete Kameras bei Ebay zu ersteigern. Also hab ich für meine Verhältnisse mal richtig viel Geld in die Hand genommen und ersteigerte mir für ca. 160€ meine erste Bridge Kamera. Eine Panasonic Lumix FZ 35. Ein wirklich tolles Gerät, welches zum Teil bis heute im Einsatz ist. Sicher kann sie nicht mit modernen Kameras mithalten. Aber diese ganzen Einstellungsmöglichkeiten haben mich wirklich begeistert. Mit dieser Kamera wurde das geknipse zum wirklichen Hobby und man knipste nicht mehr, sondern fing an zu fotografieren.

Nachdem ich von meinem Bruder im letzten Jahr seine alte Nikon D3100 geschenkt bekommen habe, habe ich die Kamera eigentlich meiner Freundin vermacht. In wirklichkeit benutz ich sie jedoch öfter als sie. Eigentlich immer wenn die große Kameraausrüstung nicht mitkommen soll. Die Nikon war und ist meine erste Spiegelreflexkamera und ich finde sie wirklich klasse. Leider habe ich heute dank des Jobs nur noch sehr wenig Zeit wirklich zu fotografieren.

Ein Hobby oder professionell?

Für mich war eigentlich immer klar, dass die Fotografie nur ein Hobby bleibt. Auch wenn ich auf das eine oder andere Bild schon echt stolz bin. Die richtig teure Ausrüstung brauche ich nicht und ich mag die Geräte die ich habe. Die nächste Anschaffung wird wohl eher wieder in die Richtung kleine Kompaktkamera gehen (für Reisen und Ausflüge). Ich brauche für dieses Hobby nicht die modernste und teuerste Technik. Irgendwie bin ich dafür auch etwas zu geizig, auch wenn das Geld für wirklich gute Mittelklassegeräte heute da wäre. Aber das ich diesem Hobby verbunden bin zeigt ja auch, dass ich mich wirklich an jede meiner Kameras erinnern kann. Ich wusste sogar noch die genauen Produktbezeichnungen (außer für die Mustek musste ich etwas googlen).

Die Fotografie bleibt für mich dennoch ein Hobby was mit einem Handy nicht machbar ist. Ich brauch hierfür ein Extra Gerät. Auch wenn die Handys das ganze wohl heute auch ganz gut können. Irgendwo hat man dann doch noch so etwas wie eine Ehre oder? Auch wenn man alles andere als „professionell“ fotografiert. Für den privaten Bereich reicht es doch oder?

 

7 Thoughts on “Darum ist Fotografie ein tolles Hobby

  1. Pingback: Warum Fotografie ein großartiges Hobby ist - eine Blogparade

  2. Hi Ludwig,

    an meine alten Digitalkameras kann ich mich auch noch erinnern. Die erste war damals eine Nikon D40 – damit nahm das Hobby seinen Lauf.

    Aber die Mustek kenne ich auch noch. Witzig wenn man sich heute die technischen Daten dazu durchliest. Ein 16 MB Speicherkarte lag damals dabei. Da würde heute nicht ein RAW meiner Sony drauf passen.

    Vielen Dank für Deinen schönen Beitrag zu unserer Blogparade.

    • Ludwig on 26. Juni 2018 at 17:43 said:

      Ich danke das ich in Erinnerungen schwelgen durfte und für die Inspiration. Wer weiß. Vielleicht hätte ich meine kleine Fotografiegeschichte irgendwann vergessen.

  3. Pingback: Was ist für mich das Besondere an der Fotografie?

  4. Vielen Dank für den Einblick in deine fotografische Laufbahn. Ich glaube, wer einmal vom Fotofieber gepackt ist, denn wird es auch nie gänzlich loslassen 🙂
    Ich wünsche dir weiterhin viele gute Fotos und gut Licht 🙂
    Liebe Grüße Jenny

  5. test310736206 on 5. August 2018 at 09:49 said:

    Hallo Ludwig,
    durch die Blogparade bin ich auf deinen Blog aufmerksam geworden und muss sagen, deine Gründed kann ich gut nachvollziehen. Mir fällt gerade ein, dass ich als Kind auch ein paar so kleine Knippsen hatte. 😉

    Ich habe gestern ebenfalls einen Beitrag zur Blogparade veröffentlicht. Falls du neugierig bist und mal gucken möchtest: https://www.jennifer-alka.photography/single-post/Blogparade-7-Gruende-warum-die-Fotografie-ein-grossartiges-Hobby-ist

    Liebe Grüße und mach weiter so
    Jenny

  6. So ähnlich sind bestimmt viele zur Fotografie gekommen. Schön erzählt. Das Handy ist mir auch zu klein. Ich brauche etwas in der Hand.

    LG Burkhard

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