Brexit, EU, Großbritannien, Austritt, ReferendumIch hätte es nie für möglich gehalten. Der Brexit ist real, Großbritannien ist das erste Land, welches die EU verlässt. Damit ist zum einen Schluss mit dem ständigen Rumgemaule, zum anderen bricht aber eine ganze Welt zusammen.

Was das für die Inselbewohner nun bedeutet scheint wohl keinem richtig klar zu sein. England ich kein bisschen auf einen Austritt aus der EU vorbereitet. Allein der Finanzsektor in London wird sich nun mehr in Richtung Frankfurt konznetrieren. Damit wird ein Großteil der Londoner einfach mal arbeitslos oder muss sich einen Job in der EU suchen. Großbritannien wertet sich selbst ab und das wird nicht Folgenlos bleiben.

Auch für die Wirtschaft an sich wird der Brexit eine große Herausforderung. Immerhin galten auch mit anderen Handelpartnern außerhalb der EU bestimmte Verträge, die nun nicht mehr gültig sind. Großbritannien hat nun 2 Jahre Zeit alles komplett neu zu ordnen. Ob diese Zeit reicht bleibt fraglich.

Brexit – Folgen für die EU

Die EU wird auch nicht ganz ohne Blessuren davon kommen. Immerhin ist einer der größten und einflussreichsten Länder aus der EU ausgetreten. Das ruft EU Kritiker auf den Plan und andere Staaten könnten nachfolgen. Im schlimmsten Fall wird die gesamte EU auseinander brechen. Auch wenn sicher etwas dagegen getan wird. So bleibt der EU nichts anderes übrig als den Briten den Austritt so schwer und bitter wie möglich zu machen.

Sowohl wirtschaftlich als auch politisch und diplomatisch muss sich Großbritannien nun neu aufstellen. Hinzu kommen Landesteile wie Schottland oder Wales, die eher gegen einen Brexit gestimmt haben. Es wird schwer diese Länder weiterhin im vereinten Königreich zu halten. Sie könnten mit einem weiteren Referendum für ihre Unabhängigkeit stimmen und einen erneuten EU Beitritt beantragen. Großbritannien wird damit schwer zu kämpfen haben.

Der Brexit wird stark an den diplomatischen Beziehungen rütteln. Sowohl für die EU als auch für Großbritannien. Ob sich die Briten mit dieser Entscheidung einen Gefallen getan haben bleibt abzuwarten. In jedem Fall beginnt nun in der EU und in Großbritannien eine Zeit der Veränderungen die noch nicht wirklich absehbar sind.

Ich bin jedenfalls gespannt wie die einzelnen Beteiligten mit dieser Entscheidung umgehen.

 

6 Thoughts on “Der Brexit ist bittere Wahrheit

  1. Echt, den Austritt so schwer und bitter wie möglich machen? Was soll das werden? Warum nicht unter die Arme greifen und ihnen das Beste wünschen? Müssen wir uns rächen, weil sie einen Schritt gewagt haben den wir uns nicht trauen?

     
    • Ludwig on 25. Juni 2016 at 13:19 said:

      Die EU droht der zusammenbruch. Und wenn andere Mitgliedsstaaten sehen wie es GB ergeht dann werden sie sich hüten. Es wurden doch schon Ankündigungen seitens der EU gemacht das sie es großbritannien schwer machen. Eben durch die Blume.

       
    • Finde ich nicht gut. Ist billige Rachsucht durch verletzten Stolz.

       
    • Ludwig on 26. Juni 2016 at 14:31 said:

      Sehe ich auch so. Andererseits wollten es die Engländer ja auch nicht anders. Auch wenn jetzt einige anfangen rumzuheulen das sie falsch abgestimmt hätten.

       
    • Sollen erst einmal alle abwarten ob die Entscheidung so falsch war. Wenn sie die richtigen Leute ran setzen können sie es ohne EU schaffen

       
  2. ludwig on 27. Juni 2016 at 08:28 said:

    Wenn du dir die Leute ansiehst, die in Großbritannien führend für die Brexit Kampagne standen, habe ich da keine Hoffnung. Zumal die sich ja gerade alle rar machen.

    Selbst wenn die richtigen Leute da an einem Tisch sitzen würden. Was passiert mit Großbritannien wenn Schottland unabhängig wird? Was passiert mit einem England das durch die Abspaltung Schottlands und dem Austritt aus der EU geschwächt ist? Wie soll das kleine „Machtlose“ England in 2 Jahren Handelsverträge schließen, wofür die EU mit einer besseren Machtposition Jahrzehnte brauchte? Wie soll England das schaffen, wenn der wichtigste Handelspartner EU heißt und die EU so verhandeln wird, dass England sicher nicht unter den Vorzügen wie jetzt handeln kann? Was passiert, wenn der Bankensektor in Richtung Frankreich abwandert (was er ohne EU tun wird)? England ist jetzt schon zum scheitern verurteilt. Wenn es anders eintrifft ist das ja gut. Aber ich habe da wenig Hoffnung.

     

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