Als Patrick Wieschke dem neuen NPD Vorsitzenden David Köckert wich, wusste noch niemand, was ihn erwartet. David Köckert ist Ex AFD Mitglied und von dieser Partei maßlos enttäuscht…

Doch Köckert hatte in der Vergangenheit noch mehr Dreck am Stecken. So musste er sich bereits wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten und habe sich laut Recherchen des MDR Magazins „Exakt“ im Umfeld des „Blood&Honour“ Netzwerkes bewegt welches im Jahr 2000 verboten wurde.

Auch wenn die Vergangenheit des letzten Vorsitzenden Wieschke nicht viel besser aussah, bemühte er sich um ein seriöses und bürgerliches Bild nach außen. Die Thüringer NPD war eher ruhig. Es ging um den Kampf um die Parlamente, den Wieschke offensichtlich verloren hat. Niemand fällt in Thüringen noch auf den bürgerlichen Deckmantel der NPD herein. Hinzu kommt, dass die AFD der NPD viele Stimmen bei der letzten Landtagswahl geklaut haben dürfte.

Strategiewechsel bei der NPD

Rechtsextreme haben ein Leben voller Kämpfe. Den Kampf um die Köpfe, den Kampf um die Parlamente und um die Straße. An erster Stelle steht natürlich der Kampf um die Straße. Denn nur so kann man den Kampf um die Köpfe gewinnen. Anschließend versucht man im Kampf um die Parlamente auch in diese zu kommen um die eigenen Ziele umzusetzen. An letzter Stelle steht der Sturz des Systems. In Sachsen Beispielsweise hat diese Strategie bisher funktioniert.

In Thüringen ist Köckert offensichtlich zurück gerudert und versucht noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Dabei spielen ihm rechtspopulistische „Bewegungen“ wie „Pegida“ und die stetig steigenden Zahlen an Flüchtlingen offenbar in die Hände. Es gibt inzwischen kaum noch Gemeinden die keine Flüchtlinge aufnehmen. Das schürt natürlich Ängste und veranlasst Menschen zu solchen Veranstaltungen wie „Thügida“ zu gehen. Ohne zu wissen, wer am Ende warum dahinter steht. Bei Thügida spielt David Köckert ganz offen eine führende Rolle.

Letztenendes geht es wieder um die Parlamente. Köckert und seine NPD gehen momentan erfolgreich mit dieser Strategie. Überall im Freistaat werden momentan Demonstrationen angemeldet und überall im Freistaat gibt es Menschen die solche Veranstaltungen besuchen. Keineswegs ist dieser Aufwind der rechten Szene in Thüringen der Leistung Köckerts zu verdanken. Aber er weiß die aktuelle Stimmung in Thüringen sehr wohl auszunutzen.

Doch am Ende sind nicht die Schuld gegen die hier gehetzt wird, sondern, diejenigen, die am eineutig längeren Hebel sitzen. Die Politik muss auf diese Probleme reagieren und ja: Die Politik muss die Sorgen der Bürger ernst nehmen. Das kann sie nur indem sie die Bevölkerung aufklärt bevor es die NPD kann.

Foto: TOMS WOCHENSCHAU

 

One Thought on “Der Kampf um die Straße geht weiter

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