Diesen Freitag geht es doch tatsächlich mal um ein emotionales Thema beim Webmasterfriday. Es wird gefragt, ob man schon einmal Existenzangst hatte oder gar im Augenblick hat.

Nun, da kann ich aus dem Nähkästchen plaudern, da ich im letzten Jahr eine Ausbildung anfing, war einfach plötzlich ein Großteil meiner Einnahmen weg. Natürlich hatte ich vorgesorgt und entsprechende Leistungen beantragt. Doch als bei beiden Anträgen einfach mal eine Absage kam (weil ich schon eine Ausbildung habe) ,musste ich doch schlucken. Mein Beruf, den ich lernen wollte, hing im Prinzip am seidenen Faden und ich überlegte bereits aufzuhören und alles hinzuschmeißen.

 

Meine letzte Alternative war dann der Wohngeldantrag, der sich aus irgendeinem Grund bei mir 6 Monate hinzog. 3 Monate wartete ich vergebens auf eine Antwort beim Amt, so hatte ich 6 Monate in etwa so viele Einnahmen ,wie ich an Miete Ausgaben hatte. Keine Ahnung wie ich das alles gepackt habe. Ich weiß aber noch, dass damals mein Internetprovider nicht so gut auf mich zu sprechen war.

Heute hat sich das alles ein wenig eingepegelt. Mit dem bisschen Wohngeld, was ich bekomme schaffe ich es meist geradeso meine Ausgaben zu decken. Ich kann keine großen Sprünge machen aber in der Regel reicht es. Ob ich damit noch Existenzängste habe?

Ja die habe ich. Ich kann es mir nicht leisten, mal ein wenig zurück zu legen. Ich kann somit auch nicht einfach mal in den Erholungsurlaub fahren, sehr zum Leidwesen meiner Freundin. Wenn plötzlich größere Anschaffungen anstehen oder etwas unerwartetes passiert stehe ich ohne Rücklagen da. Ich finde, das ist ein guter Grund Existenzangst zu haben. Nicht umsonst lebe ich momentan unter dem Existenzminimum. Doch eine bessere Qualifikation und am Ende mehr Lohn als vor der Ausbildung lassen mich natürlich durchhalten.

Bild: manoftaste.de

 

One Thought on “Existenzangst?

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