Foto ist von der Sügida am 24.2.

Foto ist von der Sügida am 24.2.

Neun mal ist in Suhl Sügida aufmarschiert. Neun mal radikaler und Menschenverachtender als vorher. Es gab Bürgergespräche und Vertreter der Landesregierung waren da. Vier oder fünf mal. Und dann?

Genau das frage ich mich. Was war dann? Nach der letzten Veranstaltung im CCS, wo „nurnoch“ Vertreter der Stadt da waren gab es anscheinend nichts mehr zu holen. Wo geht denn der Dialog weiter und wo waren denn die Vertreter der Landesregierung, die zu jeder Veranstaltung von Nosügida kommen wollten? Ich habe unseren Ministerpräsidenten nur hübsch lächelnd vor den Kameras gesehen und Reden schwingen und versprechungen machen hören. Was ist von einem Herrn Ramelow übrig, der vor einigen Jahren noch bei Antinazidemonstrationen vorne weg gelaufen ist? Wo ist unsere Landesregierung, die sich den Kampf gegen Rassisus auf die Fahnen geschrieben hat? Hat sie wirklich gedacht Sügida ist nur ein Phänomen? Hat sie wirklich gedacht, das dieser aufflammende Rassismus schön in der Provinz bleibt und sich nicht weiter ausbreitet? Wenn ja, was hält unsere Regierung von der Provinz wirklich?

Suhl wurde von der Politik mit jeder Veranstaltung mehr alleine gelassen, während Nazis zum Ende hin immer weiter im Land mobilisierten und wieder mehr Menschen auf die Straße brachten, ebbte der Gegenprotest ab. Eine Fehleinschätzung mit fatalen Folgen.

Nun wittert der Sügida Nachfolger „Thügida“ eine Revolution und hofft damit, die Machtverhältnisse zu kippen. Nun stehen sie in Erfurt und wollen da weiter machen. Mit all der Motivation und mit all den Anhängern die sie in der Provinz schon gesammelt haben. Von der Provinz in die Städte. So wie es schon immer ihr Plan war. So wie es in der Vergangenheit schon einmal war. Die Politik steht daneben und schaut zu. Nationalismus im Keim ersticken: Fehlanzeige.

Ich für meinen Teil kann mich bei denen bedanken, die jeden Montag tapfer auf die Straße gingen und zeigten das Suhl nicht nur braun ist. Danke an diejenigen, die erkannten, das Sügida kein Phänomen ist. Danke an alle politischen Vertreter, die sich hier nicht verantwortlich fühlten. Egal ob es CDU, SPD, LINKE oder DIE GRÜNEN waren. Alle miteinander haben sie weg geschaut und nur die Loorberen geerntet als es noch was zu holen gab. Suhl haben sie damit nicht nur allein gelassen, sondern auch bitter enttäuscht. Aber hauptsache nächstes Jahr wieder nach Dresden fahren und tolle Banner hoch halten. Die Parteien die man bis zum Schluss sah waren Piraten, MLPD und DKP. Vielen Dank für euer kommen und für euer Durchhaltevermögen. Vielleicht sind das ja die Geheimtipps für die nächsten Wahlen?! Vorrausgesetzt man darf dann noch wählen…

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