Als Kind hatte ich mal so etwas wie ein Lebensmotto – „Lebe jeden Tag als könnte es dein letzter sein“. Dann ist mir aufgefallen, dass irgendwie jeder meiner Mitschüler dieses Motto für sich entdeckt hat und ich fand es irgendwie blöd.

Es ist toll so ein Lebensmotto zu haben. Viele Menschen schöpfen daraus Kraft oder treffen mit Hilfe ihres Lebensmottos wichtige Entscheidungen. Für viele Menschen ist ein Lebensmotto ein Anker, ohne den sie schlecht leben könnten. Für mich ist ein Lebensmotto ein Spruch den man sich als Lebensmotto auserkoren hat.

Nutzt man es wirklich?

Natürlich denkt man im Alltag nicht sonderlich oft darüber nach, warum man kein Lebensmotto hat. Aber ich habe mich eben dazu entschieden weil ich nicht einem Motto hinterher rennen wollte, nach dem sich irgendwie jeder richtet. Ich wollte schon damals meine Entscheidungen nicht so treffen wie alle anderen.

Lange Zeit dachte ich darüber nach, dass ich mir vielleicht ein neues Lebensmotto ausdenke. So etwas wie „nutze jede Stunde“, aber irgendwie fand ich die Sprüche immer blöd und sehr allgemeingültig. So kam es dazu, dass ich kein Lebensmotto habe und nie wieder darüber nachdachte, welches Lebensmotto ich nun nutze.

Es stellt sich mir heute die Frage wie andere Menschen das machen. Denken sie an ihr Lebensmotto bevor sie irgendwelche Entscheidungen treffen? Oder entscheiden sie vielleicht genauso wie ich. Einfach weil man eine Entscheidung für die beste hält? Vielleicht gibt mir ja die Blogparade zu diesem Thema aufschluss denn auch andere müssen sich wohl mit diesem Thema beschäftigen.

Irgendwie lebt man doch danach

Lebensmottos sollen dabei helfen das Leben so zu gestalten wie man gerne möchte. Deswegen ist es vielleicht auch in meinem Fall so, dass ich vielleicht auch unterbewusst ein solches Motto habe. Immerhin gestalte ich mein Leben so, wie ich es gerne haben will. Dafür nutze ich meine Möglichkeiten. Wenn ich mal einen Tag nicht so verbracht habe, habe ich ein innerliches schlechtes Gewissen. Beispielsweise wenn ich einen freien Tag mal wieder nur auf der Couch gesessen habe. Deswegen ist dieser Spruch „Lebe jeden Tag so als wäre es dein letzter“ irgendwie doch in mir. Auch wenn es nicht mein Lebensmotto ist und ich eigentlich keins habe, kann ich nicht behaupten, dass ich keines nutze. Ich habe es eben nur nicht so formuliert bzw. definitert. Das lässt mir immerhin die Freiheit mein Lebensmotto ständig zu modifiezieren und anzupassen. So wie ein Leben eben ist – abwechslungsrreich und aufregend.

Genau aus diesem Grund sollte mich nun keiner bemitleiden das ich kein Lebensmotto habe, ich habe eins, es ist nur nicht formuliert. Aber auch ich will jeden Tag so nutzen als wäre es mein letzter. Auch wenn das nicht immer gelingt.

 

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