An diesem Freitag geht es beim Webmasterfriday bereits zum zweiten mal in Folge nicht um ein technisches Thema. Diesmal geht es um das Thema „Glaubensfragen im Blog„. Martin fragt ob der Glauben oder nicht Glauben in einen Blog gehört oder nicht.

Zunächst muss man natürlich unterscheiden ob sich ein Blog thematisch überhaupt mit dem Thema auseinandersetzen kann/darf. Ein Blog der sich den neusten Smartphones oder Autos widmet wird wohl wenig Schnittstellen mit dem Thema Glauben und Spiritualität haben. Doch ein allgemeiner Blog wie dieser hier kann sich durchaus einem Thema wie diesem widmen. Es ist ein allgemeiner Blog. Warum soll man also nicht zu dem Thema schreiben?

Ich persönlich bin eher religiös erzogen. In einer evangelisch-protestantischen Familie ist jedoch die Glaubensfrage nicht zwanghaft anerzogen. Wir wurden zwar alle konfirmiert und getauft. Aber was wir später mit unserem Glauben anfagen ist uns überlassen. Sonntags in die Kirche zu gehen ist keinesfalls Pflicht, was die Pfarrer jedoch nicht so gerne hören.

Ich denke ich glaube schon auf meine Weise. Früher war ich auch sehr engagiert in der Kirchengemeinde und auch auf Landeskirchlicher Ebene. So fand ich wohl auch meinen Weg in die Politik. Angefangen hat es mit der Kreissynode. Einer Art Kirchenparlament.

Ich finde es zudem wichtig, dass man darüber Bescheid weiß, warum man kirchliche Feste wie Ostern und Weihnachten überhaupt feiert. Besonders in Zeiten in denen „Bewegungen“ wie Pegida unsere westlichen Werte zu „verteidigen“ versucht. Ich glaube ein Großteil derer hat davon überhaupt keine Ahnung.

Ob man öffentlich zu seinem Glauben steht, ist in meinen Augen jedem selbst überlassen. Es ist vor allem hier im Osten der Republik mutig. Oft genug bekommt man dafür ein lächeln, da Glauben im sozialistisch geprägten Ostdeutschland eher die Ausnahme ist. Nicht zu vergessen ist aber auch, dass gerade im Osten die Kirche eine wichtige soziale und politische Rolle erfüllt.

Bild: Martin Gommel

 

3 Thoughts on “Glaubensfragen im Blog

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