Demokkratie, krank, direkte DemokratieDie Demokratie ist krank. Sie will nicht mehr so richtig und kein verantwortlicher kann erklären woran es liegt. Hier ist mein Erklärungsversuch

Auf 2 Bier habe ich einen Artikel gelesen und möchte hier meinen Senf dazu geben:

Demokratie. Das bedeutet wörtlich übersetzt: „Herrschaft des Staatsvolkes“. und bedeutet eben genau das was es heißt. Das Staatsvolk herrscht durch gewählte Vertreter über das Volk. Ein Super Modell, wenn es eben nicht so krank wäre.

Das Staatsvolk will vertreten werden.

Stellen wir uns vor, es ist Bundestagswahl. Ich wähle mit der Erststimme einen Direktkandidaten. Wenn ich Glück habe schafft er es sogar ins Parlament in dem er sich einer Fraktion unterordnet. Mit der Zweitstimme wähle ich eine Partei von der ich glaube das sie meine eigenen Ziele gut vertritt. Mehr Einfluss habe ich nicht. Ich bestimme mit meiner Stimme wie das Parlament aufgebaut ist. Alles andere machen „die da oben“. Es werden Koalitionen geschlossen, bei denen 2/3 der Parteiziele von denen ich vielleicht die Hälfte gut fand zugunsten des Koalitionsfriedens über den Haufen geworfen werden. Übrig bleibt also im Koalitionsvertrag vielleicht 1/6 von den Zielen die ich persönlich gut fand. Umgesetzt wird davon vielleicht auch nur die Hälfte. Wie soll ich mich also vertreten fühlen, wenn ca.  1/12 der Ziele für die ich die Partei gewählt habe umgesetzt werden (wenn es gut läuft)?

Die deutsche Demokratie hat auf Bundesebene keine direkten Elemente. Weder der Kanzler noch der Bundespräsident werden direkt gewählt. Es ist mir als Bürger nicht einmal möglich, durch Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden direkt mitzubestimmen. Ich kann also als Wähler nichts machen als zusehen, wie nichts von dem umgesetzt wird, was meine gewählte Partei versprochen hat. Der Fehler liegt im System. Bösen Willen möchte ich dabei keiner Partei unterstellen. Nun kann jemand kommen und sagen: Hey es gibt Petitionen. Doch diese werden wenn sie überhaupt durch kommen vom Parlament durch gewunken und geraten dann in Vergessenheit. Die Petitionen sind ein Schein von Mitbestimmungen, mehr nicht.

Mehr Demokratie wagen?

Dieser Spruch hat Geschichte geschrieben. Er ist so aktuell wie nie zuvor, wird aber von den verantwortlichen einfach ignoriert. Dabei ist es wie ich denke kurz vor zwölf. Die Menschen haben nicht mehr das Gefühl von irgendwem vertreten zu werden. Frage ich Nichtwähler warum sie nicht wählen gehen ist die häufigste Antwort: „Die da oben machen sowieso was sie wollen“ (und das stimmt ja irgendwie auch). Dazu kommen Phänomene wie die AfD, immer mehr „Bewegungen“ von rechts und überhaupt Demonstrationen. Auch die Wahlbeteiligung spricht in meinen Augen Bände. Sie sorgt regelmäßig bei Wahlabenden für große Augen, wird dann aber schnell wieder vergessen ohne das ganze näher zu betrachten (sonst wäre man schon längst auf die Idee gekommen mehr direkte Demokratie einzuführen).

Was die Menschen wollen ist mehr direkte Demokratie. Die Menschen wollen mitbestimmen und ihre Meinung sagen. Sie wollen mit dieser Meinung etwas erreichen können. Doch sie können es nicht. Mehr direkte Demokratie egal in welcher Form würde für unsere kranke Demokratie eine gute Medizin sein.

Einzig die Linke hat im Bundestag die Zeichen der Zeit erkannt und heute einen Gesetzesentwurf eingebracht, der genau dies fordert. Er wurde mehrheitlich abgelehnt Außer von den Linken selbst. Auch ein Antrag in dem die Linke  die Bundesregierung auffordert „Initiativen für mehr Demokratie für alle“ forderte wurde mehrheitlich durch die Regierungsfraktion abgelehnt. Vor allem die Begründung der SPD spiegelt genau das wieder, was ich am Anfang meines Textes beschrieben habe:

„[…]Die SPD-Fraktion begründete ihre Ablehnung vor allem mit der im Koalitionsvertrag eingegangenen Verpflichtung, innerhalb der Koalition einheitlich abzustimmen. Von Seiten der Unionsfraktion hieß es, es gebe keine überzeugenden Gründe für eine derartig weitreichende Verfassungsänderung.[…]“

Okay fassen wir mal zusammen: Die SPD stimmt dagegen weil sie den Koalitionspartner nicht verärgern will, obwohl sie vielleicht generell dafür ist? Wow. Kein Wunder das die Partei langsam unter geht Zudem hat sie nichts von den jüngsten Versprechen auf diesem Weg umgesetzt. Sie wollte für mehr Format stehen. Sie wollte sich von der CDU wieder mehr abheben und zu ihren eigenen Positionen stehen…

Doch auch die Begründung der CDU halte ich für fragwürdig. Ist da jemand am Stuhl fest geklebt? Hat da jemand Angst vorm Volk? Diese Begründung ist einfach nur lächerlich. Schaut man sich die Entwicklung der Demokratie in Deutschland nur allein anhand der Wahlbeteiligung an, fällt auf, dass hier unbedingt Handlungsbedarf herrscht. Der CDU allerdings anscheinend nicht. Aber Hauptsache nach der nächsten Wahl wieder über die geringe Wahlbeteiligung jammern.

Dr. Tim Ostermann (CDU) geht noch einen Schritt weiter. Er sprach in seiner Rede dem Volk die Kompetenz ab, über sich selbst regieren zu können. Solche Äußerungen kenne ich eigentlich nur aus Monarchien:

„Während das Gesetzgebungsverfahren nach langjähriger Praxis zu einem ausdifferenzierten Verfahren geworden sei, führten Volksabstimmungen in vielen Fällen „zu einer unangemessen Verkürzung der Sachthemen“. Dies eröffne „populistischen Konstellationen“ viele Handlungsmöglichkeiten. „Es besteht die Gefahr, dass Entscheidungen nicht auf Grundlage von sachlichen Erwägungen getroffen werden, sondern auf Grundlage von Emotionen“, sagte der Unionsabgeordnete. Man sei aber schlecht beraten, sich in wichtigen Sachfragen von „Stimmungen und Stimmungsmachern leiten zu lassen“.

Na klar, vielleicht hat er ja Recht und es gibt in einigen Fragen wirklich Probleme. Aber dem gesamten Volk die Kompetenz abzusprechen sachlich abstimmen zu können halte ich fraglich. Zudem kann man im Ernstfall immer noch Hürden und Hintertüren einbauen (z.B. Kippen des Volksentscheides durch 2/3 Mehrheit oder so etwas)

Unsere Demokratie ist krank. Das deutsche System der repräsentativen Demokratie ist nur eine Ursache von vielen für das langsame sterben, wenn auch eine tiefgehende. Mehr direkte Demokratie würde das Vertrauen in die Regierung bzw. in das Parlament und in die Demokratie selbst vielleicht nachhaltig stärken. Ein Interesse von Seiten der Regierung scheint allerdings nicht zu bestehen. So schließt sich der Kreis zwischen der Frustration über die Demokratie und der Demokratie in Deutschland selbst. Der Fehler liegt im System und an den etablierten…

Quelle: Bundestag.de

22 Thoughts on “Hauptkritik an der Demokratie

  1. Frank Hell on 10. Juni 2016 at 15:14 said:

    Gut erkannt!

    Eine Behauptung entspricht allerdings nicht der Wahrheit:

    >>Einzig die Linke hat im Bundestag die Zeichen der Zeit erkannt und heute einen Gesetzesentwurf eingebracht, der genau dies fordert. Er wurde mehrheitlich abgelehnt.<<

    Die Grünen konnten nicht dagegen stimmen, sondern haben sich enthalten. Das mußten sie, weil sie angeblich ja immer dafür waren, nun aber Angst vor der eigenen Courage bekommen haben. Sie wissen genau, wieviel gutbezahlte Pöstchen in D und in der EU sie eine Volksabstimmung kosten würde, daher diese Wende.

    Die FDP hat es schon vor Jahren gefordert, was einfach war, denn ihnen war selbstverständlich bewußt, dass CDU/SPD dagegen stimmen würden.
    Reiner Populismus.

    Die AfD fordert Mitbestimmung nach Schweizer Modell seit Jahren und hat sie sogar in ihrem Programm verankert.

    Die Linke hat keine Zeichen der Zeit erkannt, sondern sieht zu Recht ihre Felle davonschwimmen. Da kopiert man dann auch schon mal Teile aus dem AfD-Programm. Und auch hier war natürlich vorher klar, wie der Rest des Bundestages abstimmen würde: nämlich wie immer dagegen.
    Also keine Gefahr für Die Linke.

    Schauen Sie mal genauer hin.

    • Ludwig on 10. Juni 2016 at 15:29 said:

      Was stimmt daran nicht?

    • Ludwig on 10. Juni 2016 at 16:22 said:

      Die Linke hatte das bereits gefordert als es die AfD noch gar nicht gab. Die Grünen haben sich beim Gesetzesentwurf enthalten, aber bei der Forderung an die Regierung zugestimmt.

      Allen Parteien außer der AfD unaufrichtigkeit zu unterstellen halte ich auch für recht weit her geholt.

  2. Frank Hell on 10. Juni 2016 at 20:14 said:

    >>EINZIG Die Linke…<>Allen Parteien außer der AfD unaufrichtigkeit zu unterstellen halte ich auch für recht weit her geholt.<>Wenn das Pferd tot ist, sollte der Reiter absteigen!<<

    • Ludwig on 10. Juni 2016 at 20:35 said:

      Einzig Linke hat im Bundestag die Zeichen erkannt. Ich habe ja nie behautet ich hätte ein Problem mit der Demokratie. Ich habe nur behauptet die Demokratie sei krank. Das Pferd ist also nicht tod, sondern krank. Das ist ein Unterschied. Wenn jemand krank ist, muss man es heilen. Erst wenn es tod ist muss man es begraben. Wobei ich nicht hoffe, dass das mit der Demokratie passiert. Auch das System der Parteien finde ich an sich nicht schlecht. Nur ein wenig mehr Regulierung sollte in den Laden. Beispiele die ich befürworten würde wäre z.B. eine Begrenzung der Amtszeit auf 2 Legislaturen pro Abgeordneten. Bei entsprechenden Ämtern kann man die Amtszeit ja anpassen (z.B. auf 12 Jahre). So sind diese ganzen Berufspolitiker raus.

      Ich halte es für gefährlich und dumm das nun alle auf den AfD Karren aufspringen. Sie fordern angeblich mehr Demokratie. Aber wie hat Herr Höcke es so schön ausgedrückt. Die AfD sucht den Dialog nur mit denjenigen, die auch ihren Positionen entsprechen und sind somit die Stimme derjenigen. Mit der gegenseite reden fällt allerdings aus. Das ist in meinen Augen kein Dialog und hat auch wenig mit Demokratie zu tun. Konkret spiele ich auf die Sendung „Fakt ist“ im MDR vom 6.6. 2016 an. Mit der AfD ist in meinen Augen nicht mehr Demokratie möglich. Das werden wir hoffentlich schon dann sehen, wo es noch nicht zu spät ist. Aber eine mangelnde Dialogfähigkeit der Partei lässt schon tief blicken.

  3. Frank Hell on 10. Juni 2016 at 20:34 said:

    Mein Kommentar sieht irgendwie zerstückelt aus.

    Wiederhole noch einmal:

    Die Aussage ‚EINZIG Die Linke…‘ entspricht so nicht der Wahrheit.

    ‚Allen Parteien außer der AfD unaufrichtigkeit zu unterstellen halte ich auch für recht weit her geholt.‘
    Habe ich das?
    Solange die AfD nicht im Bundestag sitzt, kann ich das für sie nicht beurteilen.
    Mein Eindruck ist eher, dass Sie unterstellen;
    Ihre Ausdrucksweise deutet jedenfalls darauf hin (Phänomene wie die AfD, immer mehr “Bewegungen” von rechts).

    Wählen Sie doch die Altparteien, Ihre Sache. Nur beklagen Sie sich dann nicht über mangelnde Demokratie.
    ‚Wenn das Pferd tot ist, sollte der Reiter absteigen!‘

    • Ludwig on 10. Juni 2016 at 23:01 said:

      Und die AfD ist besser als die sogenannten Altparteien? In meinen Augen nicht

  4. Frank Hell on 10. Juni 2016 at 22:32 said:

    Verstehe

  5. Frank Hell on 10. Juni 2016 at 22:37 said:

    Sorry falls doppelt, es wird nichts angezeigt

  6. Frank Hell on 12. Juni 2016 at 03:04 said:

    Mit dem ‚toten Pferd‘ meinte ich nicht die Demokratie, sondern Die Linke.

    Ob die AfD besser ist als die Altparteien, weiß ich nicht.
    Man muss sich Informationen über deren gute Aktionen auch mühsam im Netz, auf Youtube usw. zusammensuchen, da die Medien sie totschweigen resp. nur Negatives berichten.
    ‚Ich fand gestern den Kommentar eines Bekannten im Netz, da ging´s auch um Demokratie (seinen Namen hab ich gekürzt):

    Was ich mache muss nicht jeder machen.
    In die AFD eintreten und mit meiner bescheidenen Stimme dafür sorgen, dass bei ausreichender Mehrheit im Bundestag, als erstes die direkte Demokratie eingeführt wird. Je mehr mitmachen desto wahrscheinlicher wird diese auch kommen. Verhindert so nebenbei die Gefahr, dass sich die AFD in Richtung Altparteien bewegt.
    Nächster Punkt, das Einstampfen überflüssiger Fleischtöpfe.
    Und dann, das wird länger dauern, an die Reparatur des jetzigen Systems gehen. Und das Tolle, das Volk wird dazu auch befragt werden müssen.
    Mitgestalten ist etwas anderes als immer nur Meckern.
    Gelingt dieses werden die anderen europäischen Völker zum Teil mitziehen, und wirklichen Rechtsradikalen die Grundlage entzogen.‘
    R. P.

    Ich sehe wie er Potenzial z. Zt. nur in dieser Partei. Was sich entwickelt, kann ich beim besten Willen nicht absehen, Angst habe ich jedenfalls keine, dafür kenne ich zu viele AfDler persönlich, die klug und gebildet sind und den Deutschen mit Sicherheit nichts Schlechtes wollen. Die Partei besteht nicht aus Herrn Höcke, auch wenn er das Lieblings-Feindbild der ÖR ist.

  7. Frank Hell on 12. Juni 2016 at 03:20 said:

    Mir ist noch etwas eingefallen.
    Es geht gar nicht so sehr um die AfD, sondern um Alternativen.
    In meinem Umfeld machen sich viele Menschen genau wie ich große Sorgen um ihre Zukunft und unser Land. Viele, besonders wenn sie Kinder haben, verkaufen schon ihre Immobilie, um das Land verlassen zu können, viele Andere sind bereits fort.
    Auswandern können und wollen nicht alle. Bleiben müssen auf jeden Fall die, die nicht gut genug ausgebildet sind oder nicht über genügend finanzielle Mittel verfügen.
    Wer soll diesen überbordenden Sozialstaat in der Zukunft finanzieren?
    Jahrelang wurde uns erzählt, es sei nicht genug Geld da, um die Schulen zu renovieren, für Kita-Personal, für bessere Altenpflege, auskömmliche Renten und, und…
    Der Staat wirft mit unseren Steuergeldern milliardenweise nur so um sich, ohne dass wir je gefragt würden.
    Die Altparteien machen keinerlei Anstalten, ihre Fehler zuzugeben und umzusteuern,
    immer nur Kosmetik. Was also tun?

    • Ludwig on 12. Juni 2016 at 11:05 said:

      Die Linke ist nicht tot. Im Gegenteil. Sie stellt gerade in diesem Augenblick in Thüringen unter beweis, dass sie auch Regierungsverantwortung übernehmen kann. Bisher macht sie das recht gut, was nicht bedeutet das keine Fehler passiert sind.

      Die Altparteien sind eben fest gefahren. Wie ich schon sagte, finde ich nicht, dass da böser Wille dahinter steckt. Es fehlt einfach der Bezug zur Basis. Selbst die eher Basisdemokratischen Grünen haben ein Personalproblem. Auch hier geht es nicht mehr um Inhalte, sondern um Pöstchen. Alles andere ist auf höherer Ebene egal. Was die Parteibasis mit meist noch sehr guten Positionen sagt wird vollständig ignoriert.

      Eine Alternative ist die AfD für mich trotzdem nicht. Sie ist zu hetzerisch und Menschenfeindlich. Jeden Tag gibt es neue Meldungen über AfD Politiker die irgendeine sch.. raus hauen. Deren Positionen sind mir zu weit rechts und grenzen in meinen Augen teilweise nah am Rechtsextremismus. Es gibt keine Kompromissbereitschaft und die Menschen werden immer weiter gegeneinander ausgespielt. Schuld daran ist die AfD. Sie schafft ein Klima der Angst und des Hasses. Sieht man beispielsweise in Erfurt. Als Dialog wird eine Infoversanstaltung über den Islam von der AfD selbst organisiert. Kann man sich auch im Netz ansehen. Das ist in meinen Augen aber kein Dialog. Zur Politik gehört es eben auch Kompromisse einzugehen. Solange die AfD das nicht versteht ist sie keine Alternative sondern das was sie eben momentan ist, eine Hetzpartei.

      Übrigens wenn du sagst, dass die AfD nicht nur aus Höcke, Gauland und Petry besteht gebe ich dir Recht. Aber wer hat diese Personen an die Spitze der Partei gewählt? Die Basis. Ein Indiz dafür, dass die Basis eben genauso tickt.

  8. Ich denke das Parteiprogramm der AfD sagt genug darüber aus wie böse sie es mit den Menschen und damit auch mit den Deutschen meinen. Wer da die Augen verschließt und sie als Alternative betrachtet der muss sich nicht wundern wenn er plötzlich 70 Jahre in der Zeit zurück reist.

    Klar wirft der Staat mit Steuergeldern rum, aber der Staat finanziert nicht allein die Schulen sondern der Staat zahlt nur einen Anteil. Der Rest kommt vom Bundesland, der Kommune, dem Träger. Es gibt Gegenden da stehen die Schulen besser da weil mehr Gelder zur Verfügung stehen und bei anderen sieht es schlechter aus. Aber da fragt man erst Mal beim Träger nach dem Geld und nicht beim Staat.

    Die Demokratie richtet sich im Grunde nicht nach der Mehrheit des Volkes, sondern nach der Mehrheit des Vermögens. Daher sind Gesetze und Regelungen eben hauptsächlich gut für jene die finanziell ausgesorgt haben. Da die Schere zwischen Arm und Reich aber immer weiter auf geht kann sich keine Partei die finanziert werden will Bürgerbeteiligung leisten. Die Bürger würden die Großsponsoren wie Banken, Konzerne ect. vertreiben/verärgern weil sie Regelungen verlangen würden die diese nicht mehr begünstigen. Für Politiker wäre das bequeme Leben vorbei und sie müssten richtig arbeiten. Der Bürger würde Änderungen einfordern die zum besseren wären aber eben auch viel umdenken und anderes Planen erfordern.

  9. Frank Hell on 14. Juni 2016 at 11:58 said:

    @deutschemuslima71
    Wenn alle Parteien, die im deutschen Bundestag vertreten sind, die Sorgen und Wünsche von Millionen Bürgern ignorieren, zusätzlich diese Bürger noch mit Hilfe von Medien, unseriösen Wissenschaftlern, Gewerkschaften, Kirchen, Verbänden etc.
    als Rassisten oder gar Nazis verleumden und beschimpfen, wundern Sie sich,
    wenn genau diese Millionen von Menschen bei den nächsten Wahlen die neue Partei
    mit dem ach so bösen Programm wählen?
    Ein Programm, welches Sie mit Sicherheit entweder niemals gelesen oder aber nicht verstanden haben.
    Behauptungen nachschwätzen ist leicht, argumentieren macht Mühe, ich weiß.
    Welcher Punkt im Programm der AfD dient Ihnen als Quelle für Ihre Aussage, „wie böse es die AfD mit den Deutschen meint“?

  10. Frank Hell on 20. Juni 2016 at 11:50 said:

    Schon in der Schule habe ich gelernt, aufmerksam zu werden, wenn eine große Gruppe – in diesem Fall aus Politikern, Medien, Kirchen usw. – mit täglicher Gehirnwäsche anderen Menschen vorschreiben will, was sie zu denken und zu fühlen, zu tun und zu lassen haben, was richtig und was falsch und was gut und was böse ist.
    Das weckt ungute Erinnerungen.
    Warum tun sie das? Sie wollen damit suggerieren: Seht her, wir sind die Mehrheit, die Meinungs- und Deutungshoheit liegt bei uns. Es ist zwecklos, anderer Meinung zu sein. Jeder einzelne von ihnen verfolgt persönliche, in der Regel wirtschaftliche Interessen, die ein Großteil der Bevölkerung häufig nicht durchschaut. Wovon wollen sie ablenken? Was verbergen sie?
    Jedenfalls nimmt durch diese Ausgrenzung anderer Menschen die Demokratie erheblich Schaden.

    Wenn also eine Mehrheit sich geschlossen auf einen (schwächeren) Gegner stürzt, ihn verunglimpft, verleumdet, mit Lügen arbeitet, die gegen ihn angewandte Gewalt nicht eindeutig ablehnt, auf der anderen Seite aber keine wirklichen Argumente gegen ihn vorbringen kann außer gefühlsmäßigen Äußerungen, dann bin ich geneigt, mich auf die Seite des Gemobbten zu stellen.

    • Ludwig on 20. Juni 2016 at 22:52 said:

      Ich denke einen weiteren Kommentar kann ich mir sparen. Es ist egal was man als „Beweise“ bringt. Alles was nicht ins Bild passt ist dann eben mal „Systempresse“. Das mit den Beleidigungen und der Arroganz würde ich mir an Ihrer Stelle ebenso zu eigen machen. Schließlich bezeichnen Sie mich als arrogant, ungebildet, ohne fundierte Kenntnisse von irgendwas. Hab ich eine Beleidigung vergessen?

      Und wo sind Ihre Argumente? Wo widerlegen Sie die Thesen im Video? Das ist auch argumentieren! Überzeugen Sie mich doch. Stattdessen werfen Sie mit phrasen und Beleidigungen um sich und stellen sich in AfD manier selbst als Opfer dar. Das können Sie wirklich genauso gut. Ich frage mich ob es entsprechende Seminare dafür gibt weil diese Form der „Argumentation“ kannte ich vorher nicht in dem ausmaß.

      Ich weiß nicht wie sie auf die idee kommen ich sei Linksextrem. Sicher haben sie nur die Überschrift des jeweiligen alten Beitrags gelesen. Wenn Sie mir schon vorwerfen ich würde mich nicht ordentlich informieren, dann lege Ich ihnen ans Herz sich selbst zu informieren, wenn sie schon meine Person in die Diskussion einbeziehen!

  11. Ludwig on 20. Juni 2016 at 14:58 said:

    Ich lasse mir nicht vorschreiben was ich zu denken habe. Kann man glaub ich ganz gut am ursprünglichen Artikel sehen. Die Positionen im Videoclip kann man allesamt im AfD Wahlprogramm nachlesen.

    Ihre tolle AfD rutscht immer weiter in die Nationalistische Richtung und in Wirtschaftspositionen immer mehr in Richtung reiche bevorzugen. Das kann keiner leugnen. Immerhin kann jeder das Programm lesen.

    Keiner verunglimpft die Partei oder verbreitet Lügen. Äußerungen sind wirklich getan worden, das Programm existiert wirklich und wenn man nicht mehr kritisieren darf, was diese Partei und deren Anhänger von sich geben, dann mache ich mir wirklich ernsthafte Sorgen.

    Im übrigen müssen das andere Parteien auch aushalten und halten es aus. Nur die AfD macht immer einen auf ach so gemobbte und benachteiligte Partei. Das da vielleicht auch eine Strategie dahinter stecken könnte sehen Sie allerdings nicht Herr Hell.

    • Frank Hell on 20. Juni 2016 at 22:24 said:

      Es fällt auf, daß Sie, Ludwig, nie auf aufgeworfene Fragen Antworten geben oder argumentieren. Ihr Argument ist das Video einer qualitativ minderwertigen Blödelshow des Staatsfernsehens, was soll mir das sagen? Stattdessen schlagen Sie blindwütig auf die AfD ein und plappern die offiziellen Statements nach.
      Zusätzlich werden Sie persönlich und beleidigend (‚Ihre tolle AfD‘), was ich überhaupt nicht als gute Diskussionskultur ansehe.
      So wird das nie etwas mit den kontroversen Diskussionen auf Ihrem Block, wenn Sie derart bestimmend und aggressiv die Diskutanten niedermachen.
      Dabei kommt Ihnen offensichtlich niemals in den Sinn, daß Sie sich irren könnten. Sie beharren auf Ihrer Meinung wie ein kleines Kind, das mit dem Fuß aufstampft. Warum hören Sie Menschen, die ein Mehrfaches an Bildung und Lebenserfahrung aufzuweisen haben, niemals zu und nehmen es als Anregung, Weiterentwicklung?
      Ich hatte zuvor schon darauf hingewiesen, dass es eigentlich gar nicht um die AfD, sondern um unsere Demokratie/Gesellschaft geht. Auch das haben Sie geflissentlich ignoriert.
      Als Lösung für Deutschlands Probleme setzen Sie ausgerechnet auf die ehem. SED. Eine Partei ohne jedes Programm mit Substanz. Würde sie im Bund jemals in Regierungsverantwortung kommen, wäre das Land noch schneller am Ende.
      Sie bezeichnen die AfD als rechtsextremistisch, sich selbst als linksextrem. Linksextrem ist in Ihren Augen ok? Alle Begriffe gehen bei Ihnen wüst durcheinander: Links, rechts, Nationalistisch, Rassismus… Haben Sie eigentlich FUNDIERTE KENNTNISSE darüber, was diese Begriffe bedeuten, über Politik, Wirtschaft, deutsche Geschichte? Wohl eher im Vorbeilaufen in den Medien irgendwas aufgeschnappt.
      Ich schlage vor, diesen Kommentar zu löschen (so wie ich diesen Blog für mich löschen werde) und ausschließlich über Ihre Oma und Blümchen und Bienchen zu schreiben, bis Sie erwachsen geworden sind und sich ein Mindestmaß an politischer Bildung erworben haben.

    • Ludwig on 20. Juni 2016 at 22:50 said:

      Ich denke einen weiteren Kommentar kann ich mir sparen. Es ist egal was man als „Beweise“ bringt. Alles was nicht ins Bild passt ist dann eben mal „Systempresse“. Das mit den Beleidigungen und der Arroganz würde ich mir an Ihrer Stelle ebenso zu eigen machen. Schließlich bezeichnen Sie mich als arrogant, ungebildet, ohne fundierte Kenntnisse von irgendwas. Hab ich eine Beleidigung vergessen?

      Und wo sind Ihre Argumente? Wo widerlegen Sie die Thesen im Video? Das ist auch argumentieren! Überzeugen Sie mich doch. Stattdessen werfen Sie mit phrasen und Beleidigungen um sich und stellen sich in AfD manier selbst als Opfer dar. Das können Sie wirklich genauso gut. Ich frage mich ob es entsprechende Seminare dafür gibt weil diese Form der „Argumentation“ kannte ich vorher nicht in dem ausmaß.

      Ich weiß nicht wie sie auf die idee kommen ich sei Linksextrem. Sicher haben sie nur die Überschrift des jeweiligen alten Beitrags gelesen. Wenn Sie mir schon vorwerfen ich würde mich nicht ordentlich informieren, dann lege Ich ihnen ans Herz sich selbst zu informieren, wenn sie schon meine Person in die Diskussion einbeziehen!

  12. Frank Hell on 20. Juni 2016 at 23:34 said:

    06. April 2013 by Ludwig:

    Ich bin Linksextrem weil ich:

    Kapitalismuskritisch – Ein krankendes System muss kritisiert werden dürfen und Alternativen gefunden werden dürfen
    emanzipatorisch – Warum sind in unserer heutigen Zeit Frauen immernoch benachteiligt? Gegen Vorurteile und veraltete Rollenbilder
    Gewaltfrei – Gewalt ist nie eine Lösung und Probleme werden größer oder lediglich umverteilt
    antirassistisch – Es gibt keine Menschenrassen und jeder Mensch sollte überall gleiche Rechte haben und gleich behandelt werden.
    gegen Homophobie – Homosexualität ist etwas völlig normales und wieso sollte man die Person die man liebt nicht heiraten dürfen?
    Und für die Abschaffung nationaler Grenzen – Unser Wohlstand sorgt in anderen Ländern für Probleme. Probleme die durch Nationalgrenzen in andere Länder abgeschoben werden und uns nichts angehen. Das stimmt nicht. Die Welt ist eins und globale Probleme gehen uns alle an.

    Speziell der letzte Punkt: Abschaffung nationaler Grenzen… die Welt ist eins…
    ist vollkommen utopisch, realitätsfern und ganz schön linksextrem.

    Sie sehen, ich lese mehr als nur Überschriften.

    Mit den Beleidigungen habe nicht ich angefangen.
    Freie Meinungsäußerung ist eine Sache, aber versetzen Sie sich mal in die Lage Ihres Gegenübers. Viele Menschen setzen Hoffnungen in die AfD. Sobald Sie das Gefühl haben, jemand könnte mit dieser Partei sympathisieren, hauen Sie erbarmungslos drauf. Das verletzt viele Menschen, die genau dies den ganzen Tag schon in der Lügen- und Lückenpresse hören müssen.

  13. Frank Hell on 20. Juni 2016 at 23:38 said:

    P. S.:
    Ich WILL Sie gar nicht überzeugen. Auch nicht missionieren, sondern lediglich Gedankenanstösse zur Kenntnis geben. Auf jeden Fall nicht immer Worthülsen und Allgemeinplätze über die AfD hören, das ist öde.

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