kaufen, Angebot, Geld, SaleWir alle sind Menschen die in einer Konsumgesellschaft leben. Wenn wir etwas wollen oder glauben zu brauchen dann kaufen wir es uns eben. Vorrausgesetzt ist natürlich dass man das nötige Kleingeld hat. Wir kaufen einfach so viel und sind uns darüber überhaupt nicht bewusst.

Jeden Monat wundere ich mich warum das Geld schon wieder so knapp ist und ich überlege wofür ich das Geld ausgegeben hab. Kennt ihr das?

Vielleicht ist es Zeit für ein kleines Projekt. Ein kleines Projekt auf das mich der Lucas gebracht hat. Vielleicht ist es Zeit für den „Kauf-nichts-neues-Monat„.  Das bedeutet einen ganzen Monat nichts neues zu kaufen, es sei denn man braucht es unbedingt.

Was braucht man nicht unbedingt?

Okay. Dieser Begriff ist sehr dehnbar. Deswegen muss man genau überlegen was man unbedingt braucht. Braucht man unbedingt ein tolles Buch, welches einen gerade im Schaufenster anschaut? Braucht man unbedingt ein neues Elektrogerät nur weil es gerade im Angebot oder neu erschienen ist? Durch Angebote und gute Präsentation wird uns suggeriert das wir etwas brauchen. Aber brauchen wir das dann wirklich? Idee der ganzen Aktion ist, dass wir unsere Konsumentscheidungen bewusster treffen und besser überdenken. Muss es wirklich das neueste Eierhandy sein oder reicht eben auch ein gebrauchtes Gerät von vor 3 Jahren? Genauso kann man darüber nachdenken ob man das Buch nun wirklich braucht wenn man noch 10 andere ungelesene Bücher zuhause rumliegen hat.

Ich werde die ganze Sache mal ausprobieren denn zum Glück habe ich mir meine neue Kommode für das Schlafzimmer schon gekauft. Der Oktober ist dafür auch ein recht guter Monat. Immerhin gehen ab November die ganzen Weihnachtsangebote los… 😉

Nein im ernst. Konsumentscheidungen bewusster zu treffen ist eine gute Sache und macht uns am Ende vielleicht auch ein wenig unabhängiger von diesem ganzen Kapitalsystem bzw. von diesem ganzen Werbe und Angebotssystem, von dem ich mich einfach nur zu gerne mitreißen lasse. Neulich habe ich mir z.B. fünf Tafeln Schokolade gekauft, weil es zusammengerechnet 20% Rabatt gab.

Vielleicht macht ja auch der eine oder andere von euch bei einer solchen Aktion mit? So schwer kann es doch nicht sein oder? Ich bin jedenfalls gespannt.

3 Thoughts on “Kauf nichts neues im Oktober

  1. Mehr auf sein Konsumverhalten zu achten ist prinzipiell super, aber bedenke doch mal, was du monatlich so kaufst. Die oben beschriebenen Sachen wie neues Iphone (was du dir sowieso nieeee zulegen würdest), Bücher etc kaufst du definitiv nicht ständig. Ein Handy hat man im Normalfall eine längere Zeit und was Bücher angeht – in der ganzen Zeit, die wir schon zusammen sind, habe ich dich noch kein einziges Buch kaufen sehen. 😛 Wenn man sein Konsumverhalten ändern will, sollte man nicht nur das große Ganze betrachten, sondern viel mehr die kleinen „Zwischendurch-Investitionen“ und das betrifft nun mal hauptsächlich Lebensmittel. Was ich damit sagen will: Das Fundament unserer Konsumgesellschaft ist die verschwenderische Lebensmittelindustrie. Werbung und Angebote wollen uns vorschreiben, was gut und lecker und Bio und Fairtrade usw ist und wir springen immer wieder auf diesen Zug auf. Es ist ja auch verlockend und teils unausweichlich, denn wir müssen ja von irgendetwas leben. Deshalb: wenn man wirklich etwas verändern will, baut man sein Obst und Gemüse am besten selbst an oder geht containern. Ansonsten ist die Aktion zwar ein guter Ansatz, aber ich bezweifle, dass sie sonderlich viel bringt, denn die Aussage „bewusster konsumieren“ ist dehnbarer, als ein ausgelutschter Kaugummi. Einige verstehen darunter diesen Monat auf eine Shoppingtour zu verzichten, andere verstehen darunter auf den Kauf von 5 CDs und 3 DVDs zu verzichten, aber deswegen kann es trotzdem sein, dass in ihren Einkaufswagen Unmengen Fleisch aus Massentierhaltung landet und Plastik sowieso. Deswegen finde ich persönlich, dass kleinere Aktionen mehr bringen und auch nicht so überfordern. Indem man sich zum Beispiel vornimmt seinen Fleischkonsum zu reduzieren aus Protest gegen Mästerei und Massentierhaltung oder man versucht Plastikkäufe zu reduzieren (was schon schwer genug ist).
    Na ja, ich bin jedenfalls gespannt, wie du „bewusster konsumieren“ definierst und umsetzt. 😉

    • Ludwig on 1. Oktober 2016 at 14:27 said:

      bin ich auch, denn ich weiß selbst noch nicht worauf das hinausläuft. Die Bücher und das Iphone waren auch nur Beispiele. Aber die Schokolade neulich hätte nicht sein müssen (auch wenn sie echt lecker ist). Es geht wohl darum vor einer Kaufentscheidung zweimal zu überlegen ob es das wert ist. Vor allem bei größeren Anschaffungen.

  2. Pingback: Der Kauf-nichts neues reinfall - Becherwürfel

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