Viele Blogger schwören darauf möglichst viele Blogs zu haben. Sie bauen sie auf, schauen nach einer bestimmten Zeit wie erfolgreich sie sind und wenn sie nicht den gewünschten Erfolg bringen, verkaufen sie sie weiter.

Diese Blogger haben oft mehrere Projekte parallel im Betrieb. Immer stets darauf bedacht möglichst erfolgreich zu sein. Immer die besten Suchergebnisse zu erzielen und wenn möglich einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Genau mit diesem Thema „Multiblogging“ befasst sich der aktuelle Webmasterfriday.

Auch ich habe mal so angefangen. Als ich vor einigen Jahren zum bloggen kam, war der Blog Mittel zum Zweck. Ich war arbeitslos und wollte mir ein wenig Geld dazu verdienen. Also klickte ich jeden Tag gefühlt hunderte Werbemails an und verdiente so ein paar Cent am Tag. Der Schlüssel um mehr Geld damit zu verdienen war es, neue Mitglieder zu werben. Das ging lange Zeit gut. Auch der Blog lief immer besser und so kam ich im Monat irgendwann nicht nur auf den Gewinn von ein paar Euros, sondern 50€ und mehr. Ja, ich machte mir richtig viel Arbeit mit dem Blog und entwarf ein Bewertungs und Testsystem für die verschiedenen Paidmailer. Doch irgendwann war ich bei so vielen Mailern angemeldet das ich die Flut an Mails nicht mehr bewältigen konnte. Zudem fing ich wieder an zu arbeiten und gab das ganze auf. Zu viel Arbeit für zu wenig Geld. Doch das war die Zeit in der ich das Bloggen für mich entdeckte.

Ich eröffnete immer wieder neue Blogs zu ganz vielen verschiedenen Themen. Der wohl erfolgreichste Blog war dabei ein Softwareblog. Doch auch das Projekt habe ich irgendwann verkauft, weil immer nur über ein Thema zu schreiben irgendwie öde und langweilig war. Oft habe ich es mit weiteren Blogs versucht und hatte immer irgendwie mehrere Projekte am laufen. Alle gab ich irgendwann auf.

Mit der Zeit hatte ich neue Hobbys und ich tat mich mit ein paar Freunden zusammen und gründete den wohl bekanntesten und besten Blog über das Thema Geocaching in Thüringen. Wir hatten sogar einen Podcast und veröffentlichten viele exclusive Infos auch aus Thüringen. Das ganze schlief irgendwann ein und ich betrieb die Seite allein weiter, machte viele Pausen. Heute ist von dem „Ruhm“ der Seite nicht mehr viel übrig. Ich cachte nurnoch zum vergnügen und war auch in der Szene nicht mehr so aktiv. Hin und wieder schreibe ich noch etwas. Aber vielleicht werde ich den Blog demnächst verkaufen.

Daneben habe ich 2013 auch den Blog „Insektenfotograf.de“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit meinem Bruder betrieben wir den Blog und saßen manchmal stundenlang mit der Kamera bewaffnet in der Wiese und lichteten Insekten ab. Den Blog gibt es heute noch. Zu schade ist es, das ganze aus dem Netz zu nehmen. Aber durch meinen Umzug und mangelnder Zeit ist der Blog eben nur noch eine Leiche (dennoch aber sehenswert)

Wie schon gesagt hat es mir das Bloggen aber irgendwie angetan und ich gründete im April 2013 Becherwuerfel.de Dieser Blog ist wohl das Resultat aus allen Projekten die ich so betrieben habe. Das Resultat aus dem was ich gelernt habe. Ich möchte keine Nischenseiten betreiben. Ich möchte darüber schreiben was mich gerade im Augenblick bewegt. Ich kann mich nicht auf ein Thema festlegen und wenn ich heute einen Blog mit einem bestimmten Thema auf machen würde, wüsste ich schon vorher, dass ich das nicht lange machen würde. Nicht das ich keine Ideen hätte. Aber ich habe einfach nicht die Geduld immer wieder über ein Thema zu schreiben. Stattdessen habe ich hier einen Blog, der zwar auch schon öfter Durststrecken erlebt hat, aber immer wieder neu belebt wurde. Ich denke auch, dass es in nächster Zeit keine Durststrecke geben wird. Zu viel Zeit und Energie stecke ich hier hinein und den einen oder anderen Stammleser konnte ich seit der Wiederbelebung im März diesen Jahres schon gewinnen.

Fazit

Ich kann nicht mehrere Blogs parallel betreiben. Auch wenn ich schon darüber nachgedacht habe, würde es sicher nichts bringen. Irgendwann würden alle einschlafen und ich würde eine weitere Blogleiche im Netz hinterlassen. Deshalb wird Becherwuerfel.de der einzige Blog bleiben den ich aktiv betreibe.

7 Thoughts on “Meine kleine Bloggeschichte

  1. Pingback: Tages-Gedanken

  2. Ich habe 4 Blogs und es ist wirklich mehr als schwierig, allen Vieren gerecht zu werden. Aber im Moment kann ich mich nicht entscheiden, von welchem ich mich trennen würde.
    LG
    Sabienes

  3. Pingback: eds blog

  4. Pingback: Multi-Blogging oder "Teilung vom Wupperfocus" – Wupperfocus

  5. Pingback: Zwölfhundertsiebenundfünfzig | breakpoint

  6. Ich bin zu dem gleichen Schluss gekommen wie du, auch wenn ich meine Zweitblogs nicht aus kommerziellen Gründen aufgemacht habe, sondern einfach nur um meinen Hauptblog nicht zu einem Mischmaschblog verkommen zu lassen. Leider wird so etwas nämlich viel seltener gelesen (auch wenn mein Blog jetzt nicht bombe erfolgreich ist). Schade eigentlich.
    Auch ich habe fast alle Zweitblogs aufgegeben und kümmere mich um meinen einen Blog, der ab und zu Durststrecken erlebt hat, aber immer wiederbelebt wurde.

    LG, funne
    PS: Ich mag deine Schreibweise! Der Artikel war toll 🙂

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