Natürlich handelt es sich hierbei nicht um einen Menschen. Vielmehr handlet es sich um das größte Korallenriff der Erde. Das great Barrier Reef. Schon seit Jahren beobachteten Forscher einen immer größer werdenden Rückgang des Riffs, doch das Jahr 2016 war der Todesstoß. Das Riff ist zwar noch nicht tot, aber ob man es wirklich noch retten kann ist nicht sicher. Das Problem ist, dass die Korallen mit bestimmten Algen koexistieren. Das Phänomen El Niño bringt das Wasser allerdings regelmäßig auf so hohe Temperaturen die die Algen giftig werden lassen. Das führt zur sogenannten Korallenbleiche, also dem absterben der Korallen.

Normal aber nicht in dem Ausmaß

Was also bis zu einem bestimmten Punkt normal ist, ist 2016 völlig aus dem Ruder gelaufen. Zum einen sind die Korallen wesentlich weniger Widerstandsfähig wie früher. Ursache hierfür ist die immer weiter wachsende verschmutzung und versauerung des Wassers. Zum anderen ist der enorme Temperaturanstieg des Wassers für die enorme Korallenbleiche verantwortlich.

22% der Korallen alleine im Jahr 2016 abgestorben

Wikipedia spricht sogar davon, dass 50% des Riffes schwer beschädigt wurde. Das klingt vielleicht erst einmal nicht so schlimm, bedeutet aber eben auch das 1/4 aller Korallen innerhalb eines Jahres abgestorben sind. Die Teile die zuvor schon tot waren zählen da ja nicht dazu. Allein in den Jahren 1985 – 2012 verlor das Riff rund 50% seiner Korallen. Rechnet man diese Zahlen zusammen, bleibt da nicht mehr besonders viel übrig.

Jetzt die Zeit den Klimawandel zu leugnen?

Was wir brauchen ist dringender Handlungsbedarf. Das Riff ist ja nur ein Beispiel aus vielen wenn es um die Folgen des Klimawandels geht. Wenn wir so weiter machen wie bisher wird die Welt wie wir sie kennen bald nicht mehr exisiteren. Dann waren die Flüchtlingsströme der vergangenen Jahre nur ein kleiner Anfang, weil Teile der Erde völlig unbewohnbar geworden wurden.

Warum gerade in dieser Zeit Klimaskeptiker wie Donald Trump oder weite Teile der AfD immer weiter in den Vordergrund drängen ist mir völlig unbegreiflich. Vielleicht um das eigene Gewissen zu beruhigen. Wenn wir nicht Ursache des Problems sind können wir auch weiter machen wie bisher oder?

Doch genau das ist der völlig falsche Schluss. Forscher sind sich schon seit Jahren einig, dass genau wir Ursache des Problems sind. Die versauerung des Wassers um das Riff ist die Folge des enormen Kohleabbaus in Australien. Die immer heftiger werdenden und in kürzeren Zeitabständen auftretendenEl Niños lassen sich doch nicht ignorieren und dass wir das ganze Co2, welches in Millionen Jahren in der Erde eingelagerte wieder raus holen lässt sich doch nicht leugnen. Ich verstehe diese Klimaskeptiker nicht. Es ist die Zeit zum aufwachen und handeln. Anderseits sehe ich schwarz für einen Planeten Erde wie wir ihn kennen.

 

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