Rock für Identität - Neonazis warten auf Einlass

Neonazis warten auf Einlass

Es war gestern mal wieder so weit. Am Samstag vor Pfingsten startete das von den Neonazis Tommy Frenck und Patrick Schröder initiierte „Rock für Identität“ in Hildburghausen.

Auch wenn die Stadt Hildburghausen hohe Auflagen erteilt hat, so ist die Veranstaltung dennoch ein voller Erfolg gewesen. Laut Polizeibericht kamen hier ca. 3500 Menschen zusammen (das sind 2000 mehr als im vergangenen Jahr) Und alle teilen sich ein Weltbild: Die Verehrung des Wehrmachsoldaten (und weiteres) und der Wunsch zur Abschaffung der Demokratie um ein System zu etablieren, welches ihrer Weltanschauung passt. Dann wäre kein Platz mehr für Meinungs- und Pressefreiheit.

Auch wenn ich nicht dort war, so bot sich doch irgendwie ein Schreckensbild. Aus den vielen Foto und Videodokumentationen konnte man doch einiges erkennen und auswerten. Neonazis marschierten ohne Polizeieskorte durch die Stadt und versetzten „Anwohner in Angst und Schrecken“ und Einzelhändler versorgten sie fröhlich mit Essen und freuten sich wohl, ein so gutes Geschäft zu machen. Unsere Neonazis haben sich auch sichtlich wohl gefühlt in der kleinen Stadt Hildburghausen (Aus Datenschutzgründen zeige ich keine weiteren Bilder). Auf dieser Seite findet ihr aber ein paar Impressionen

Wieder kein wirklicher Gegenprotest gegen Rock für Identität

Es gab zwar auch wie im letzten Jahr Gegenproteste gegen das Rock für Identität, aber auch die verliefen im Wind. Etwa 200 Menschen kamen zur angemeldeten Demo und noch einmal so viele nahmen am Friedensgebet teil. In Anbetracht der Teilnehmerzahlen der Neonazis und in Anbetracht der Anwohner der Stadt eine verschwindend geringe Zahl. Hildburghausen hat knapp 10000 Einwohner. Wollen diese Menschen es wirklich zulassen, dass 3500 Neonazis durch die Straßen ziehen? Hildburghausen hat jedenfalls nun den Ruf einer brauen Stadt mehr als verdient.

Dennoch gab es auch von Seiten der Behörden und von Seiten des Bürgermeisters Protest und Versuche die Veranstaltung zu verhindern bzw. zu sabotieren. Doch diese sind fast alle vor Gericht gescheitert.

Das Rock für Identität bzw. LiveH8 Festival hat sich in Hildburghausen nach zwei Jahren wohl fest integriert. Doch man sollte die Hoffnungen nicht aufgeben und gerade jetzt mit aller Kraft gegen dieses Festival ankämpfen. Auch in anderen thüringischen Städten hat man es erfolgreich durch zivilen Protest geschafft, diese Veranstaltungen zu verhindern. Pößneck sollte dahingehend ein Vorbild sein. Auch in Hildburghausen ist das möglich. Doch wenn sich niemand aufrappelt, könnte sich das Festival in Hildburghausen noch größerer Beliebtheit erfreuen. Schon jetzt ist es eines der größten Naziveranstaltungen in ganz Deutschland, wenn nicht sogar von ganz Europa. Ein Armutszeugnis.

Erinnern möchte ich an dieser Stelle noch einmal an das Solibri Festival, welches auf Grund dessen erst entstanden ist. Zwar dürfen wegen irgendwelchen Auflagen beide Veranstaltungen nicht parallel stattfinden, aber immerhin tut sich ein klein wenig. Eine hohe Teilnehmerzahl würde immerhin ein Zeichen setzen.

Enorme Auflagen gegen Solibri

Doch leider wurde auch das Solibri Festival mit massiven Auflagen belegt. So wurde die Versorgung mit Speisen und Getränken untersagt und die Versorgung mit Strom ebenso. so wird die Veranstaltung unmöglich. Ich hoffe das die Veranstalter Erfolg damit haben, rechtliche Schritte einzuleiten und das die Veranstaltung statt findet. Falls nicht, sollten alle zur Kundgebung kommen um ein klares Zeichen zu setzen.

 

5 Thoughts on “Rock für Identität in Hildburghausen

  1. Irene Evora on 9. Mai 2016 at 14:42 said:

    Wow, 3.500 Menschen, die alle Wehrmachtssoldaten verehren. Kaum zu glauben, daß Sie dort in Thüringen so viele Nazis haben. Hier in NRW fällt es mir schwer, auch nur 5 zu finden.
    Mal angenommen, Ihre Angaben wären korrekt. Dann müßte man doch fragen: Haben Sie sonst keine Sorgen? Echte Nazis in Gesamt-Deutschland sind eine derart verschwindend kleine Menge, daß sie nicht einmal 3 % erreichen bei Wahlen.
    An Ihrer Stelle würde ich – statt meine Nazi-Phobie zu pflegen – langsam damit beginnen, „männliche“ Eigenschaften zu entwickeln. Vielleicht haben Sie ja irgendwann eine Frau/Freundin, die attackiert wird, um SIE, den braven Deutschen, zu treffen. Dann wird Ihre Verteidigungsfähigkeit gefragt sein. Oder Sie rufen laut um Hilfe bei Ihren Nazi-Feinden – vorstellbar wäre alles, wenn der Mensch erst mal persönlich betroffen ist.
    Möglicherweise aber geht die wahre Gefahr in Ihrem schönen Thüringen die nächsten Jahre an Ihnen noch vorbei – zumal sie sie wahrscheinlich gar nicht bemerken werden vor lauter nach Nazis Ausschau halten.

     
    • Ludwig on 9. Mai 2016 at 15:03 said:

      Hier im wunderschönen Thüringen haben wir tatsächlich ein Problem mit Nazis. Sie können sich das vielleicht nicht vorstellen. Aber wenn ich von 3500 Menschen spreche, dann meine ich damit die Polizeiangaben. In der Presse wurde die Teilnehmerzahl auf 2000 nach unten korrigiert. Wenn ich von Nazis spreche, dann meine ich auch Nazis. Hören Sie sich bitte mal Texte der genannten Bands an oder schauen Sie auf die Facebookseite von Tommy Frenck. Da gibt es weder eine Abgrenzung zum Nationnalsozialismus, noch anderen Faschistischen Ideologie. Im Gegenteil. Am Volkstrauertag wird dem deutschen Soldaten gehuldigt, als wäre er ein Held gewesen und nicht als Opfer eines wahnsinnigen Systems gefallen.

      Im übrigen ist das ein Festival, welches Bundes, wenn nicht sogar Europaweit anklang bei der Szene findet. Die NPD hatte bei der Vergangenen Wahl über 50000 Stimmen. Diese Zahlen sagen wie ich finde schon einiges aus.

      Im übrigen habe ich auch schon einem Nazi geholfen, der von einem Auto angefahren wurde. Ich erwarte das auch von meinen Mitmenschen wenn ich Hilfe brauche. wie „Mann“ ich bin können Sie wohl schlecht beurteilen und mit ihrer Islamophobie hat der Beitrag ausnahmsweise mal nichts zu tun.

      Schade, ich dachte im letzten Beitrag in dem wir diskutiert haben, habe ich Sie sachlicher in Erinnerung.

       
  2. Irene Evora on 12. Mai 2016 at 12:44 said:

    Leider kann ich mir die Facebookseite von Tommy Frenck nicht anschauen, da ich Facebook bis jetzt erfolgreich boykottiere. Das Gegröle solcher Bands habe ich, glaube ich, früher schon mal gehört.
    Find’s auch nicht wichtig, ob es 2.000 oder 3.500 Teilnehmer waren.
    Tatsache soll auch sein, dass der ehemalige Osten der BRD mehr Probleme mit Nazis haben soll als der Westen.
    Was sind für Sie Nazis? Für mich ist ein Nazi jemand, der die Hitler-Zeit glorifiziert. Das ist doch irre. Muß man so etwas ernst nehmen?
    Selbstverständlich so lange sie keine Straftaten begehen.
    Wie NSU und Sympathisanten dermaßen lange ihr Unwesen treiben konnten, ist unerträglich (Verfassungsschutz). Eine Tschäpe kostet mit ihrem Gerichtsverfahren Millionen und verarscht noch das Gericht.
    Ich persönlich habe solche Menschen in meinem Leben noch nie (wissentlich) getroffen. Bei uns im Raum soll z. B. in Dortmund ein Nest sein.
    Eine Sache gibt mir zu denken:
    Sie beschimpfen diesen Tommy öffentlich unter Ihrem Klarnamen und laufen offensichtlich noch gesund und munter herum. Das macht mich ein wenig neidisch.
    Diese Freiheiten haben viele andere in unserem Land nicht mehr.
    Deswegen schreibe ich auf Twitter, bei Tichy etc. niemals unter meinem richtigen Namen.
    Menschen, die eine neue, demokratische Partei wählen, werden von den Merkel-SA-Truppen täglich bedroht – auch mit Morddrohungen, ihre Häuser werden beschädigt, ihre Autos gehen in Flammen auf, es wird versucht, Existenzen zu vernichten, indem man bei den Arbeitgebern, Vermietern etc. verleumdet.
    Das alles unter Totschweigen der meisten Medien und vieler Politiker, speziell der SPD/Grünen/Die Linke sowie geduldet von der Staatsratsvorsitzenden Merkel und dem ma(as)slosen Heiko.
    Zensur – obwohl gegen unser GG – findet täglich statt (wieso auf Ihrem Blog (noch?)
    nicht?).
    Finden Sie all das in Ordnung?

    Ich will sagen, Sie sind auf einem Auge blind.
    Die Gefahr von Nazis im gegenwärtigen Deutschland ist gegenüber den Straftaten der Antifa und muslimischen Einwanderer kaum nennenswert. Auch wenn Ihnen die ÖR (noch) das Gegenteil erzählen.

    http://nrwjetzt.de/polizei-rueckte-93-000-mal-zu-asylbewerberunterkuenften-in-nrw-aus/

    Was sind 222 rechtspolitisch motivierte Straftaten gegenüber solchen Mengen von Straftaten durch Einwanderer?
    Haben Sie eine Vorstellung, welche Kosten und wieviel Personal mit 93.000 Polizeieinsätzen in Asylbewerberunterkünften verbunden sind? Einsätze, die größtenteils nur mit Hunden gewagt werden, weil die das einzige sind, wovor die Musels Respekt haben. Vor unseren Polizeibeamten und -beamtinnen jedenfalls nicht. Beschimpfungen, Bespucken und tätliche Angriffe durch unsere „Geschenke“ (O-Ton Göring-E.) sind an der Tagesordnung.
    Warum tun wir uns das an? War es das wert?
    Apropos Personal: Wohnungs-Einbrüche geschehen alle 3 Minuten, Tendenz zunehmend. Osteuropäische Banden. Schengen läßt grüßen. Aufklärungsrate nicht erwähnenswert. Es fehlt Personal, die Polizei hat Wichtigeres zu tun. Der Bürger soll sich gefälligst selbst schützen. Würde für uns viele Tausend EURO kosten. Wozu zahlen wir eigentlich so viel Steuern? Ruhig schlafen können wir kaum noch. Die Straßenbeleuchtung wird nachts ausgeschaltet, weil die Stadt kein Geld mehr hat. Unkontrollierte Immigration ist halt teuer.
    Das Sicherheitsgefühl steigt in der totalen Finsternis auch nicht gerade.

    Mit „männlichen Eigenschaften entwickeln“ wollte ich Ihnen keinesfalls zu nahe treten.
    Allerdings bin ich fest davon überzeugt, daß Sie keinerlei Vorstellungen davon haben, WIEVIEL Wehrhaftigkeit gefragt sein wird. Ein nennenswerter Teil der Muslime ist tatsächlich rassistisch und haßt uns. Darauf ist hier kaum jemand vorbereitet.

     
    • Ludwig on 12. Mai 2016 at 13:22 said:

      Ich denke ich bin bis jetzt nicht angegriffen worden, weil ich das eben öffentlich machen würde und anzeigen würde. Zudem versucht sich die Szene einen bürgerlichen Anstrich zu geben um in die Mitte der Gesellschaft vorzudringen. Schlägertrupps machen sich da nicht mehr gut.

      Das Problem ist, bei den Zählungen von politischen Straftaten, dass z.B. ein Anschlag auf ein Asylbewerberheim gar nicht mitgezählt wird. Soll heißen, dass die Anzahl an politischen Straftaten von rechts viel höher ist. Von links gibt es auch viele Straftaten. Aber hier muss auch gesagt werden, dass Brandanschläge auf Autos fast schon automatisch links eingeordnet werden. Da muss es garnicht links sein. Soll heißen, den Statistiken kann man in diesem Fall nicht wirklich trauen. sie sind höchstens ein Richtwert.
      Das bei Asybewerberheimen oft die Polizei ausrücken muss, sieht man ja auch bei uns. Doch momentan geht es. Vor allem zu Zeiten der massiven Überbelegung war das ein Problem. Ich würde das nicht auf die Menschen per se schieben. Eher auf die miserablen Bedingungen in den Erstaufnahmeeinrichtungen. Osteuropäische Banden sind wiederum ein ganz anderes Problem.

       
  3. Pingback: Hospiz lehnt Spenden von Neonazi ab - Becherwürfel

Kommentar verfassen

Post Navigation