Auch wenn die Flüchtlingskrise momentan etwas abgeschwächt ist, und unsere Flüchtlingsunterkünfte leer sind müssen wir uns dringend auch als Gesellschaft die Frage stellen, was nun mit all den Flüchtlingen passieren soll. 

Da auch ich mir diese Frage stell, aber bisher keinen Artikel darüber ins Internet gestellt habe, möchte ich nun die Blogparade von Josef Altmann als Chance für mich nutzen um mich auch einmal intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

Chance oder Last?

Auch wenn all die Argumente pro und Contra Asyl schon tausendmal gebracht wurden, kann ich sie gerne wiederholen. Das ist nur eine kleine anfängliche Sammlung. Ich ergänze gern eure Argumente noch dazu. Dennoch komm ich zu dem Schluss, dass die Flüchtlingskrise eine große Chance für uns sein kann. Wir müssen sie nur nutzen.

Pro Flüchtlinge Contra Flüchtlinge
Auf Dauer und bei guter Integration werden aus Kosten, Einnahmen durch Flüchtlinge (Steuern, Konsum)

Flüchtlinge oft jung und Lernwillig und fähig. Nicht besetzte Arbeitsplätze können besetzt werden

Niemand zweifelt an, dass eine gute Integration Probleme bereiten kann. Es ist unsere Aufgabe unsere Werte zu vermitteln

Flüchtlinge kosten dem Steuerzahler momentan viel Geld

Integration kann scheitern und Asylbewerber auf Dauer auf Lasten des Staats leben

Andere Kulturen können Probleme bereiten (z.B. Frauenrechte)

Wie nutzt man die Flüchtlingskrise als Chance?

Die Flüchtlingskrise kam relativ plötzlich. Alle waren irgendwie überfordert und es war schwer die Flüchtlinge überhaupt mit dem nötigsten zu versorgen. Doch nun, da das schlimmste vorbei ist bzw. die Flüchtlinge ja an der Türkischen Grenze lieber erschossen werden oder in Menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen, dank diffusen Abkommen mit Diktatoren (sorry das ist ein anderes Thema)

Die Politik muss handeln

Jedenfalls ist bei uns das schlimmste vorbei und wir können endlich anfangen zu arbeiten. Die erste Instanz die hier in der Pflicht ist, ist die Politik. Flüchtlingsklassen müssen fachgerecht und gut betreut werden. Ausbildungen und Sprachkurse müssen geschaffen werden. Die Flüchtlinge müssen sehen, dass wir uns um sie kümmern und sie nicht im Stich lassen. So funktioniert das in der Soziologie. Sie sind einen riesigen Schritt auf uns zu gekommen. Nun müssen wir auf sie zukommen, bevor sie wieder auf uns zukommen können. Das wurde in der Vergangenheit immer wieder von der Gesellschaft und auch der Politik versäumt. Deshalb gibt es Subkulturen und Ghettobildungen.

Die Gesellschaft

So bin ich auch schon beim zweiten Punkt. Die Gesellschaft muss handeln. Nun mag sich jetzt wohl der eine oder andere besorgte Bürger hinstellen und sagen: „Mach ich nicht“, doch so wird rein garnichts besser. Über hohle rassistische Argumente Parolen möchte ich auch hier nicht sprechen.

Jedenfalls müssen wir lernen mit unseren neuen Mitbürgern zu leben und wenn ich schreibe „mit“, dann meine ich auch „mit“. Wir müssen uns erst einmal kennenlernen. Vor allem bei so fremden Kulturen ist das nicht unbedingt leicht, aber durchaus machbar, wenn wir nicht mit Hass und Vorurteilen an die Sache heran gehen. Am besten gelingt das im Berufsleben. Da kommt man am schnellsten in Kontakt und muss gewissermaßen miteinander reden.

Die Wirtschaft

So schnell kommt man zum letzten Punkt. Die deutsche Wirtschaft sollte das freuen, dass so viele Menschen her gekommen sind. Nun kann man endlich Lehrstellen, die teilweise schon seit Jahren nicht besetzt wurden wieder füllen. Auch wenn nicht alle Flüchtlinge Fachkräfte sind (wie die besorgten Bürger ironischer Weise immer behaupten), sind sie dennoch in der Lage Dinge zu lernen. Viele Flüchtlinge wollen lernen und arbeiten. Sie wollen sich nützlich machen und eben nicht nur dumm in Erstaufnahmeeinrichtungen herum sitzen. Das ist eine große Chance für die deutsche Wirtschaft. Doch auch hier bestehen Vorbehalte, die es aus dem Weg zu räumen gilt.

Fazit:

Die Flüchtlingskrise bietet eine Chance die wir nicht so schnell wieder bekommen. Doch nur wenn wir offen sind und aufhören mit Hassparolen durch die Straßen zu marschieren und allgemein unsere Vorurteile abbauen, kann diese Chance so effektiv genutzt werden, wie möglich. Und übrigens: Die ganze Sache hat rein gar nichts mit dem Islam zu tun 😉

 

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