Blogger soziales SEO

Es scheint gerade zu einer Diskussion innerhalb der Blogosphäre zu kommen. Es geht darum, dass Blogger sich wieder mehr vernetzen sollen und sich nicht so egozentrisch auf den eigenen Blog konzentrieren sollen. Dazu will ich folgenden Begriff prägen: soziales SEO.

Henning berichtet darüber, dass es sogar Blogger gibt, die Pingbacks auf ihrer Seite abstellen, weil sie dadurch eine virtuelle Vertrauensflüssigkeit mit dem Namen „Linkjuice“ an andere Blogs abgeben (glauben diese Blogs eigentlich selbst was sie erzählen?) Auch Maik berichtet aktuell darüber wie unmöglich er diese Egoistische Entwicklung findet und appelliert an alle Blogger, wieder mehr in der Gemeinschaft zu denken.

Ich möchte genau an diese Argumentation anknüpfen und euch Bloggern mal erklären, was ich mit dieser Vernetzung und dem Begriff „soziales SEO“ eigentlich meine.

SEO ist Silber, vernetzen ist Gold

Gehen wir mal von Facebook aus. Dort werden Inhalte produziert und massenhaft geteilt (wenn sie gut sind). Genau so funktioniert virales Marketing. Viele Unternehmen nutzen dieses Konzept um auf sich aufmerksam zu machen und produzieren eigene Katzenvideos. Mit riesigem Erfolg.

Diese sozialen Medien machen es doch vor. Das Konzept des Teilens und Kommentierens und Likens macht doch Facebook so erfolgreich. Es ist der soziale Aspekt der zählt.

Wenn man mal genauer drüber nachdenkt ist doch die Blogosphäre nichts anderes als ein soziales Netzwerk. Nur gibt es Unterschiede, die eher dem Blogger nützen als schaden.

Das haben viele Blogger wahrscheinlich nicht verstanden und verbarrikadieren sich mit dem guten alten SEO Argument in ihrem eigenen Blog. Es darf ja kein Link nach außen gelangen, damit die eigene Seite keinen Trust verliert. Dabei spielt das teilen im modernen Internet des sozialen Netzwerkes eine enorme Rolle.

Das teilen, das ist bei uns das Links setzen. Warum nicht auf einen anderen Artikel verlinken wenn wir ähnliche Beiträge schreiben oder gar unsere Idee vom anderen haben. Der andere Blogger wird sich das sicher merken und vielleicht auch wenn es passt auf den eigenen Blog verlinken. So läuft soziales SEO. Ein Kampfbegriff den man in der deutschen Blogosphäre vielleicht mehr prägen sollte.

Wie funktioniert soziales SEO

Eigentlich ist das ganz einfach. Als Blogger kommt man nicht Drumherum auch andere Blogs zu lesen. zu soziales SEO gehört es, wieder mehr zu lesen und auch wieder mehr zu kommentieren. Ihr wisst doch selbst, dass Kommentare die Aorta also die Lebensader eines Blogs ist. Die Beiträge selbst sind das Herz. Warum also nicht auch die Lebensader von anderen Blogs am Leben halten? Es kommt am Ende bestimmt wieder zurück. Als kleiner Blogger wie ich es bin geht das recht langsam. Aber auch ich mach Fortschritte und immer mehr Leute finden auf meinen Blog. Das einzige klassische SEO welches ich betreibe ist ein wenig Optimierung der Artikel (wenn ich Lust habe)

Der zweite Aspekt von sozialem SEO ist der Linkaspekt. Ich sehe oft Beiträge von Bloggern wo kein einziger Link eingebracht wurde. Früher war ich auch so. Doch heute verlinke ich wenn es passt sowohl nach innen, als auch nach außen. Im Idealfall gibt es dafür Pingbacks. Auch wenn die SEO-technisch nicht viel bringen, bringen sie doch eine höhere Sichtbarkeit des Artikels. Der andere Leser sieht das doch und klickt bei Interesse sicher auch drauf.

Der Blogger in Deutschland muss endlich davon abkommen SEO als Algorithmus zu sehen. Es befinden sich Menschen hinter den Computerbildschirmen. Darauf kommt es doch an oder nicht? Deswegen ist ein wichtiger Punkt von soziales SEO der menschliche Aspekt. Dieser geht wie ich finde einfach am meisten verloren. Es zählen nur noch Klicks und Zahlen. Das muss aufhören.

Aller Anfang ist schwer

Natürlich ist ein Umdenken nicht mal schnell vollzogen, aber ich denke im Grunde denken viele Blogger so. Deswegen sollten diese Blogger ihrer Meinung auch Ausdruck verleihen. Schreibt alle einen Artikel darüber. Das Netz ist kein unpersönlicher Raum. Hinter jedem PC sitzt ein Mensch und es gilt nicht den PC, sondern den Menschen zu erreichen. Vor allem als Blogger, für den wie gesagt das menschliche als Lebensader funktioniert.

Das Ergebnis wird sein, dass ihr zwar nicht primär in den Suchmaschinen aufsteigt, aber in der Community mehr und mehr Ansehen und Bekanntheit erhaltet. Die logische Schlussfolgerung daraus ist, dass mehr und mehr zu euch verlinken bzw. an Diskussionen beteiligen und genau das mag Google an Blogs und genau das wird euch auch in den Suchmaschinen nach vorne bringen.

 

2 Thoughts on “So geht soziales SEO

  1. Hallo Ludwig,

    danke für’s Erwähnen. Du hast das ganz fein herausgearbeitet. Das ist ein schönes Thema, was man vielleicht noch mehr ausbauen sollte. Vielleicht bringt das ja etwas.

    Zum Thema Pingbacks:Klar ist da ein Sicherheitsrisiko vorhanden, wie auch ein Kommentator unter meinem Artikel angemerkt hat. Das ist mir auch bewusst. Allerdings ging es mir nicht um Sicherheitsgründe, sondern um SEO-Gründe, die diverse Blogger vorgeben, wenn sie Pingbacks abschalten. Und das ist unterm Strich Quatsch.

    Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass man sich eigentlich vernetzen _muss_, will man im Haifischbecken namens Internet bestehen bleiben will.

    Grüße,
    Henning

  2. Ludwig on 15. Juni 2016 at 11:34 said:

    Da gebe ich dir Recht. Klar Pingbacks sind ein Sicherheitsrisiko. Aber jeder Blogger braucht ein Impressum mit gültiger Adresse. Das ist zumindest für mich als mehr oder weniger politischen Blogger ein viel größeres Sicherheitsrisiko…

    Vielleicht wird das ganze ja noch was und da muss eben jeder für sich anfangen und sein eigenes Netzwerk aufbauen. Das ist viel Arbeit, trägt aber auch viele Früchte. Ich als „Anfänger“ habe momentan mehr und aktivere Besucher über mein „Netzwerk“ als über Google.

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