Juhuuuuu endlich haben wir es geschafft. Suhl schafft es sogar international in die Schlagzeilen. Leider allerdings handelt es sich hierbei nicht um gute Schlagzeilen. In der Nacht gestern hat es in der völlig überbelegten Flüchtlingsunterkunft heftige Ausschreitungen gegeben.

Das Resultat waren viele viele Sachschäden und auch über 10 Verletzte. Das ganze nur weil sich ein Asylbewerber toll vorkam und Seiten aus einem Koran riss und im Klo entsorgte. Die Eskalation begann.

Heute berichten alle möglichen Medien über den Vorfall und ein Linker Ministerpräsident gerät massiv unter Druck. Gerade im links regierten Thüringen passiert so etwas. Nun setzt sich Herr Ramelow für die getrennte Unterbringung verschiedener Ethnien aus, wofür er vor allem in linken Kreisen heftig kritisiert wurde.

Fakt ist, dass Suhl überall ist. Solche Vorfälle sind kein Einzelfall. Nur in Suhl hat es ein neues Ausmaß bekommen. Das Resultat ist, das sich Rechtsextreme nun bestätigt fühlen. Sie predigen schon lange, dass genau solche Vorkommnisse bald Alltag sein werden und wir uns nur kriminelle ins Land holen.

Auf den ersten Blick kann man diesen Worten auch zustimmen. Kam es nicht genau so? Doch nüchtern betrachtet, waren in Suhl „nur“ etwa 50 Bewohner involviert. Andere haben noch versucht zu schlichten oder dazwischen zu gehen. Ergo 50 Idioten sorgen dafür das in Suhl 1500 und in Deutschland knapp 500000 Menschen an den Pranger gestellt werden. Ein verschwindend geringer Anteil – selbst in Suhl.

Wo die Konflikte her kommen ist logisch. 1500 Menschen sind in einem völlig überbelegten Haus untergebracht. Sie haben verschiedene Meinungen, Prägungen, Sozialisationen und auch religiöse Ansichten. Konflikte sind Vorprogrammiert. Das ist wie ein Vergleich der Facebookseite „Solidarität mit den Flüchtlingen in Suhl“. Man stelle sich vor, es leben einige Rechte, mit vielen Linken zusammen. Wer weiß wie lange das gut gehen würde.

In meinen Augen sind diese Vorkommnisse kein Beweis dafür, das Ausländer per se Kriminell sind, sondern dass die Politik endlich gefragt ist, etwas an den Zuständen zu ändern. Das wollen unsere heimischen Nazis allerdings nicht so richtig einsehen und fordern natürlich in ihrer Spontandemo die sofortige Schließung der Einrichtung, was in meinen Augen der falsche Weg ist.

Heute abend ruft das rechtsextreme Bündnis Zukunft Hildburghausen zu einer Demonstration auf. „Gegen Ausländergewalt“ – „Erstaufnahmestelle schließen“. Doch eine Schließung würde nichts bringen und wieder massiv Steuergelder (eines der Lieblingsargumente der „Asylkritiker“ verbrauchen. In Suhl exisitiert bereits die Infrastruktur. Zudem würde man das Problem nur örtlich verschieben. Deshalb liebe Leser, fallt auf solche Parolen nicht herein und lasst euch nicht hinreißen gemeinsam mit Neonazis für Forderungen zu demonstrieren, die am Ende nichts bringen und die Situation nur verschlimmern würde. Deshalb sage ich: Stellt euch weiterhin gegen Rassismus und engagiert euch. Auch für heute ist eine Veranstaltung gegen die Demo der Neonazis geplant.

Wenn ich es schaffe, an der Veranstaltung teilzunehmen werde ich wieder einen Liveticker schalten.

 

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