Ich steh ja momentan vor meinen Prüfungen und es ist einfach jeden Tag lernen  für Prüfungen angesagt. Ich weiß nicht wie das andere können. Aber bei mir ist immer mindestens nach 1 1/2 Stunden am Stück lernen Feierabend.

Lernen für Prüfungen – meine Methode

lernen für Prüfungen läuft bei mir so: Ich quatsche mich oder meine Katze voll und erkläre mir das was im Hefter steht noch einmal mit eigenen Worten. Als nächstes mach ich das ganze noch einmal ohne Hilfe des Hefters. Doch immer gehen bei mir nach 1 – 2h die Lichter aus. Mir fallen die Augen zu oder ich kann mich einfach nicht mehr konzentrieren.

Pausen helfen, aber auch nicht so, wie ich das gerne hätte. Lernen ist einfach anscheinend nicht so mein Ding. Früher habe ich nie so ausdauernd gelernt, deswegen stell ich das wahrscheinlich jetzt erst fest.

Was hat lernen für Prüfung einen Sinn?

Der eigentliche Sinn des lernens ist ja, dass man benötigtes Wissen in sein Hirn hinein bekommt. Doch sind wir mal ehrlich: Was bleibt nach der Prüfung davon noch alles hängen? 10%? Wenn es hoch kommt vielleicht.

So kann man dem lernen und der Leistungsüberprüfung anhand von Tests und Prüfungen aus heutiger Sicht sehr kritisch gegenüber stehen. Denn lernen im Sinne von „Für eine Prüfung lernen“ stellt doch nichts anderes dar, als das testen der Fähigkeit des auswendig lernens. Mehr ist doch das nicht.

Nun stellen sich vielleicht einige hin und sagen, dass man lernen muss, indem man es versteht. Ich bin auch einer derjenigen, die diesen Standpunkt zwangsläufig vertreten. Denn verstehen klappt für mich immer noch besser als komplett auswendig lernen. Doch genauer betrachtet ist das „verstehenlernen“ auch nicht anderes als auswendig lernen. Es zählen in Prüfungen nun einmal Fakten und Definitionen. Diese kann man nur auswendig lernen. Wenn man das Thema verstanden hat, hat man vielleicht noch den Vorteil, dass man sich einige Punkte herleiten kann. Aber gänzlich erfolgreich ist nur derjenige, der alle Fakten und Definitionen auswendig gelernt hat.

Davon ausgehend bleibe ich bei meiner These, dass Prüfungen nichts anderes sind, als das testen der Fähigkeiten des auswendigen lernens.

Worauf kommt es dann an?

Ich bin der Meinung das lernen für Prüfungen und Leistungstests völlig überholt sind. Unterricht sollte so funktionieren, dass Schüler erlerntes verstehen und dahingehend vielleicht eine Leistungsbewertung erfolgt. Am besten ist allerdings nicht das immer währende theoretische durchkauen. Es zählt das praktische. In Mathe oder Geschichte trifft das zwar nicht zu, aber auf viele andere Fächer und eben auch auf meine Ausbildung zum Altenpfleger. Überall kann man meine in der Prüfungsangst entstandene Theorie nicht übernehmen, aber eben in praktischen Berufen. Warum wird der Schüler nicht einfach mehrfach in der Praxis besucht und dort dann die Anwendung des theoretischen Wissens in der Praxis überprüft? Warum gibt es schriftliche Prüfungen in praktischen Berufen? Der Sinn erschließt sich mir nicht.

Ich muss trotzdem lernen für Prüfungen

Auch wenn ich meinem Frust nun Luft gemacht habe, weiß ich ja, dass ich da trotzdem durch muss. Doch vielleicht beschäftigt sich mal der eine oder andere Pädagoge oder lernwissenschaftler mit dem Thema und irgendwann bekommen auch Politiker ein einsehen und es findet eine grundlegende Reform des völlig überholten Bildungssystems statt. schriftliche Prüfungen sind davon ja nur eine kleine Baustelle.

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