Es geht weiter mit Nummer 4 der Reihe Unkraut (welches man auch essen kann). Diesmal geht es um die gute alte Brennessel, die bei mancher Gartenarbeit schon den einen oder anderen Ärger verursacht hat.

Brennesseln sind aber auch hartnäckig. Sie wachsen fast überall und wuchern wenn man nichts dagegen macht alles zu. Dazu kann man sie nur mit Handschuhen anfassen um den fiesen Verbrennungen zu entgehen. Doch wer hätte es gedacht: Die Brennessel ist eine der nützlichsten und gesündesten Unkrautpflanzen überhaupt.

Brennessel als Nutzpflanze

Jeder kennt den guten alten Brennesseltee, er wirkt Harntreibend und hat zudem viele wichtige Vitamie und Mineralstoffe. Was aber noch viel besser ist, dass man die Brennessel auch essen kann. Wie die anderen Pflanzen auch hat die Brennessel vor allem in Notzeiten als Spinat und Salatersatz gedient. Damals hat man Beispielsweise auf den Anbau von Spinat und Salat zuginsten von ertragreicherem Gemüse verzichtet. Man musste sich also zu helfen wissen und ging raus um die Brennessel zu nutzen.

Doch auch für andere Zwecke nutzt bzw. nutzte man die Brennessel. Vielleicht kennen von euch noch Brennesseljauche als Dünger? Doch auch als Färbemittel und sogar als Faserstoff wurde sie genutzt. Beispielsweise bestand im 2. Weltkrieg die Armeebekleidung zum großen Teil aus Brennesselfasern. Sie war billig und auch robust.

Viele Vitamine und Mineralstoffe

Auch wenn die anderen Funktionen wenn überhaupt nur noch im kleinen Stil betrieben werden, so sollte jeder wissen, dass Brennessel viele Stoffe enthält, die wir zum leben brauchen. Vor allem als Frühjahrgemüse ist die Pflanze sehr geschätzt. Sie enthält  Flavonoide , Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Silizium, Vitamin A und C, Eisen, und auch Eiweiß. Man merkt schon. Sie ist eine universelle Pflanze.

Um z.B. Salat zu machen, sollte man vorher die unangenehme Wirkung ausschalten. Das erreicht man durch eine kräftige Dusche oder dadurch das man das Gemüse mit dem Nudelholz ordentlich durchwalkt. Aber auch ein sehr feiner Schnitt sollte genügen.

In Frankreich verboten

Übrigens haben die Chemiekonzerne eine enorme Angst vor der Pflanze. In Frankreich beispielsweise ist der Verkauf und die Nutzung von Brennesseljauche verboten. Bis zu 75000€ Strafe gibt es, auch wenn man als kleingärtner statt auf Chemie lieber auf Brennesseljauche zurück greift.

 

Kommentar verfassen

Post Navigation