Die Artikelserie über Unkraut bzw. Wildkräuter geht nun bereits in die sechste Runde. Heute möchte ich euch den Spitzwegerich vorstellen.

Eine Nahrungs- und Heilpflanze

Viele kennen den Spitzwegerich sicher als Hustensaft. Das ist wohl auch die bekannteste Wirkung dieses Krauts. Es wirkt Hustenstillend und Schleimlösend, hat aber auch noch ganz andere Wirkungen. Er wirkt antibakteriell. Deshalb kann man ihn auf kleine Wunden oder Insektenstichen aufbringen. In der Regel führt das dann schnell zur Linderung.

Spitzwegerich ist als essbare Pflanze nicht so sehr bekannt, wie als Heilpflanze. Deswegen ist er mir bisher auch nie auf den Teller gekommen. Doch auch als Salatpflanze taugt der Spitzwegerich recht gut, doch der Geschmack ist eher gewöhnungsbedürftig. Deshalb würde ich wahrscheinlich keinen reinen Spitzwegerichsalat machen Richtig würzig sind dagegen die Blüten. Sie haben einen Geschmack ähnlich wie Steinpilze. Sie eignen sich daher auch zum würzen von Speisen und Saucen.

Hustensaft aus Spitzwegerich selbst herstellen

Wie schon beschrieben hat der Spitzwegerich in der Medizin einen großen Stellenwert. Da er Hustenstillend ist und ein natürliches Antibiotikum enthält. Doch wenn man mal in eine Apotheke geht, dann verzweifelt man oft an den Preisen z.B. für Hustensirup aus Spitzwegerich. Doch er ist im Prinzip ganz einfach herzustellen. Man benötigt etwa  50g Spitzwegerichblätter
350 g Honig
1 Liter Wasser.

Zunächst kocht man die Blätter im Wasser auf und lässt das ganze dann ca. 30 min. lang ziehen (Einfach wie Tee aufgießen). Danach entfernt man die Blätter und kocht das ganze, bis ca. die Hälfte des Wassers weg ist. Man lässt das ganze stehen und wartet bis es bis ca. 40°C abgekühlt ist. Danach rührt man den Honig ein und füllt das ganze in Gläser. Fertig ist der Hustensaft für wenig Geld.

Beachten sollte man nur, dass durch das Kochen die Antibakterielle Wirkung fast vollständig verloren geht.

Fazit

Der Spitzwegerich ist eine echte Heilpflanze, die aus der Hausmedizin nicht weg zu denken ist. Auch in der professionellen Medizin findet er große Anwendung. Doch auch als Speisepflanze eignet er sich.

Bild: mar-tin1

 

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