Mit dieser Frage beschäftigt sich Angela von http://myflea.de/. Dabei fragt sie auch, was andere Blogger davon halten. Somit möchte ich mich mal aktiv mit einklinken.

Zunächst sollte man klären was es mit dem Begriff Upcycling überhaupt  auf sich hat. Es handelt sich hierbei um scheinbar nutzlose Gegenstände, die in etwas nutzenbringendes umfunktioniert werden. Somit handelt es sich um eine Form des Recyclings. Doch der Vorgang in dem die alten Produkte zerlegt werden um an bestimmte Rohstoffe zu gelangen nennt sich Downcycling. Somit wäre diese Frage schon einmal geklärt.

Meine persönliche Position zum Upcycling ist durchaus positiv. Ich finde es genial wenn man aus vermeintlichem Schrott irgendetwas neues herstellen kann. Doch in den meisten Fällen handelt es sich dabei um Kunst. Ich schau mir solche Gegenstände auch gerne an und finde es toll wenn jemand aus alten Dosen oder Streichholzschachteln Häuser bauen kann. Aber für mich ist das nichts.

Anders ist es da schon wenn man aus altem Schrott irgendetwas nüzliches bauen kann. Und hier bin ich als armer Azubi dann doch hin und wieder in der Lage mir was tolles zu basteln. Alter Hausmüll ist schon hin und wieder für etwas gut. So endeten alte Kaffeefilter an meiner Wohnzimmerlampe als Lampenschirm. Auch der eine oder andere leere Jogurtbecher wurde prompt zum Blumentopf umfunktioniert.

Neue Dimensionen bekommt das ganze Upcycling wenn man einen Garten übernommen hat und der Vorbesitzer Müll und Schrott aus 70 Jahren in diesem Garten in diversen Hütten angesammelt hat. Da lagen alte Dachlatten herum. Steine und Fliesen und allerhand anderer Schrott. nun hat man in einem Garten auch viel mehr Möglichkeiten seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. So wurde aus alter Plane und wahscheinlich noch älteren Dachlatten ein Gewächshaus zum Nulltarif (mal sehen wie lange es hält). Aus alten Steinen und Wegfliesen (die überall im Garten verteilt lagen wurde in Hanglage schnell mal eine Bank zum entspannen gebaut.

Upcycling ist etwas für Menschen die kreativ sind oder eben neue Möglichkeiten für alte Dinge finden. Meiner Meinung nach ist das keine neue Erfindung. Höchstens ein Trend der versucht einer Wegwerfgesellschaft entgegen zu wirken. Gerade wenn die Mittel knapp sind neigt man zum Upcycling. Auch um Geld zu sparen.

Bild (oben):  Digital Native Academy

 

 

4 Thoughts on “Upcyclen oder kann das weg?

  1. Pingback: Blogparade Schrott oder Schatz

  2. Egal wie man`s nennt : Upcyceln mag im 2016 noch ein Trend sein, „Schrott“ einer neuen Bestimmung zuzuführen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Wiederverwerten von Abfall in mittelferner Zukunft staatlich kontrolliert wird. Nämlich dann wenn neue Resourcen knapp werden und die Menschheit den täglichen Bedarf (an allem…) nicht mehr bewerkstelligen kann.
    „upcyceln“ hat aus meiner Sicht auch etwas mit Respekt und Wertschätzung zu tun…Wie schnell und gedankenlos werfen wir Dinge manchmal in den Müll….?

    • Ludwig on 27. März 2016 at 11:08 said:

      Da hast du wohl Recht. Wir hatten bei uns mal Gäste aus Tansania, die überhaupt nicht verstehen und nachvollziehen konnten, wie man alles weg schmeißen kann.

  3. Upcycling ist tatsächlich nichts Neues. Wegen unserer Überflussgesellschaft haben wir erst einen Namen dafür schaffen müssen. Ich bin leidenschaftlicher ‚Upcycler‘, mit Herz und Seele und bin froh, dass ich dadurch nicht nur meiner Kreativität freien Lauf geben kann, sondern gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes tun. Die Gesellschaftskritik befindet sich in jedem einzelnen Stück 🙂

    Rolf denkt da etwas sehr pessimistisch, wie ich finde… Es wird ja auch viel verwendet, dass zuhause an Abfall (z.b. Altpapier) anfällt.

    Die noch viel Spaß mit deinem Garten 😉

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