Kennt ihr diese Falschmeldungen, worüber sich alle empören, wo sich am Ende eben heraus stellt, dass diese Meldung eine glatte Lüge war?

Genau darum geht es im aktuellen Webmasterfriday. Es geht darum, wie wir es als Blogger mit der Wahrheit auf dem Blog halten und vor allem auch warum.

So machen es Journalisten

Vor allem in der digitalen Medienwelt tauchen immer wieder Falschmeldungen auf. Das würde nicht passieren, wenn das Internet nur aus Journalisten bestehen würde. So kann jeder völlig unreflektiert irgendwelche Artikel schreiben und sie ins Netz stellen. So sind auch die vielen Falschmeldungen über kriminelle Ausländer entstanden. Ein guter Journalist macht das ein wenig anders. Um eine Story zu veröffentlichen beruft er sich immer mindestens auf 2 verlässliche Quellen (manchmal auch nur auf eine z.B. wenn die Quelle die Polizei ist). Doch das Rechercheergebnis muss auf jeden Fall abgesichert und nachprüfbar sein.

Im Internet sieht es anders aus

Wie schon gesagt, kann im Netz jeder schreiben was er möchte. Journalistische Arbeit ist hier nicht nötig und viele Leser glauben eben auch alles was so im Internet rumsteht. Vielleicht kommt daher auch ein wenig der Glauben an eine „Lügenpresse“, die angeblich Infos zurückhält. Nein, die Presse beruft sich einfach nur auf eine gute Quelle und veröffentlicht nicht irgendwelche aufgeschnappten Dinge.

Die bewusste Arbeit mit der Lüge

Es gibt auch Methoden, bei denen Autoren bewusst mit Lügen arbeiten. Das kann man an dem Artikel wunderbar sehen. Auch ich habe damit schon hin und wieder experimentiert. Unter anderem habe ich eine Falschmeldung über einen Überfall von Asylbewerbern in meiner Heimatstadt generiert. Ich wollte sehen, wie unsere „besorgten Bürger“ darauf reagieren. Doch ich kam mit der Situation nicht so richtig zurecht, eine bewusste Falschmeldung auf meinem Blog zu präsentieren. Deswegen habe ich den Artikel nach kurzer Zeit wieder gelöscht.

Andere Blogger haben ähnliche Methoden. Meldungen auf BILD Niveau erzeugen eben eine hohe Klickzahl und werden auch eher verbreitet als z.B. meine eher „langweiligen“ Artikel, bei denen ich Wert darauf lege, möglichst nichts zu überspitzen und eher diplomatisch zu schreiben. nichtsdestotrotz kommt in meine Artikel oft eine ordentliche Portion Meinung, was in einem Blog aber durchaus erlaubt ist und in meinen Augen sogar wichtig ist. Das ist ja dann auch keine Lüge, sondern eine subjektive Einstellung von mir persönlich. Da kann mir auch jeder widersprechen. Ich freue mich sogar, wenn es mal wieder eine ordentliche Diskussion auf meinem Blog gibt.

 

One Thought on “Wahrheit oder Lüge, das ist hier die Frage

  1. Pingback: Zwölfhundertsechsundvierzig | breakpoint

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