Es sind jeden Montag nach wie vor tausende Menschen die in Dresden als „Pegida“ auf die Straße gehen. Sie nennen sich Islamkritisch und wollen doch nichts anderes, als den Islam aus Deutschland zu verbannen.

Laut einer Umfrage der DPA haben in Deutschland rund 60% aller Menschen gar keinen Kontakt zu Muslimen. Daraus folgt, dass auch rund 60% aller Menschen eigentlich rein garnichts über den Islam wissen können. Immerhin kann man als außenstehender auch über die christliche Kirche einige Dinge erzählen. Einige sehr schlimme dinge.

Ähnliche Ergebnisse haben auch andere Umfragen erreicht. So hat laut SVR-Integrationsbarometer jeder zweite Deutsche nur wenig Ahnung vom Islam. Jeder fünfte hat laut eigener Aussage gar keine Ahnung über die Religion. Auch ist interessant, dass der Anteil an keinen Kenntnissen zunimmt. Zudem hat der Bildungsstand Einfluss. So haben Menschen mit höherer Bildung generell mehr Toleranz und Offenheit gegenüber dem Islam.

Was bedeutet das im Umgang mit dem Islam für uns?

Das bedeutet doch für uns, dass vielleicht nur etwa die hälfte der Montagsdemonstranten und AFD Wähler weiß, womit wir es eigentlich mit dem Islam zu tun haben. Es wird demzufolge nur nachgelabert, was vielleicht von den Führungspersonen erzählt wird. Von diesen Personen wird aber eher Angst geschürt als Aufklärung betrieben. Das bedeutet, dass Vorurteile und Hass entstehen und noch befördert werden. Nicht nur bei den Wählern, sondern auch bei den Außenstehenden. Demzufolge hätte die AFD ein Wählerpotential von 50% und mehr.

So weit darf es nicht kommen und es dürfen nicht diejenigen die wichtige Aufklärungsarbeit leisten, die nur Hass und Angst schüren. Leider übernehmen diese aber momentan die meiste Arbeit. Als Gesellschaft haben wir nun die Aufgabe uns dem entgegen zu stellen. Mit Argumenten und Informationen. Auch ich gebe zu, nicht sonderlich viel über den Islam zu wissen. Aber ich habe immerhin den Vorteil, dass ich nicht Lügenpresse brülle und meinen Führern blind alles glaube was sie sagen. Ich bin da eher unbefangen. Mein Appell ist daher es mir gleichzutun und sich gut zu informieren. Ein Gespräch mit Muslimen reicht oft schon aus, um sie als Menschen und nicht als Monster kennenzulernen. Das wäre schon ein erster und wichtiger Schritt.

 

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