Heute lockte mich doch tatsächlich das Wetter mal raus. So raus, dass ich mal wieder einen ausgedehnten Spaziergang in meiner noch viel zu unerkundeten neuen Heimat Zella-Mehlis zu machen.

Ok, ich gebe zu, dass meine Spaziergänge eher unkonventionell ablaufen. Nur ca. 50% der Strecke laufe ich tatsächlich Wege entlang. Viel zu spannend ist das, was man eben nicht am Weg findet.

Zunächst verlief eigentlich alles ganz normal, bis ich auch ein Ziel für meinen Spaziergang fand. Der „Reisinger Stein“ gleich hinter der Haustür, aber in den knapp 2 1/2 Jahren noch nie von mir besucht. Ok, ich kenn den Ruppberg und so andere Berge hinterm Haus, aber dieser Felsen war noch unbesucht.

Schon auf dem Weg dorthin stürzte ich beinahe einen Anhang herunter. Ok, ich holte mir tatsächlich eine Schramme, weil der Boden plötzlich weg rutschte und man sich ja irgendwie abfangen muss (kommt davon wenn man bei Serpentinen abkürzen muss). Zum Glück war da ein kleiner Bach, an dem ich meine matschigen Hände wieder sauber machen konnte. Dieser war übervoll mit Brunnenkresse. Also etwas genascht und weiter direkt zum Stein.

Und wie es oft im Zella-mehliser Wald so ist, war ich doch etwas überwältigt. Man gelangte über einen kleinen Trampelpfad zum Felsen. Dort angekommen trennte ein Geländer das sichere Gelände von ca 50m Steilem Felsen. Dieser Stein ist ein absoluter Geheimtipp. Ein wunderbarer Ort zum entspannen und runter kommen.

Doch nach ein paar Fotos wollte ich den Stein auch von unten sehen, also rutschte ich den Abhang neben dem Felsen mit den Schuhen herunter und machte noch ein paar Fotos von unten (auch wenn die Fotos einfach nicht wirken.

Der Rest des Spaziergangs war eher unspektakulär. Ich entdeckte eine alte Trinkwasseranlage, die halb verfallen war, machte ein paar Fotos und ging zurück in die Stadt. Am Rand entdeckte ich noch einen alten Bergwerksstollen, der aber nach ca. 10m zuende war (schade).

 

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