Eine Welt nur aus Plastik ist kaum vorstellbar, eine Welt ohne Plastik allerdings auch. Der Unterschied ist nur, auf die Welt nur aus Plastik kann man gut und gerne verzichten.

Plastik ist heutzutage überall um uns herum. Es ist so selbstverständlich wie das Essen, welches wir täglich auf den Tellern haben. Doch selbst in den Lebensmitteln befindet sich heutzutage Plastik. Dadurch, dass wir auch Plastik zu uns nehmen bestehen wir zum Teil bereits auch aus Plastik. Es ist sogar im Blut nachweisbar.

Kaum zu glauben. Aber wahr.

Um das ganze noch ein wenig zu veranschaulichen, muss man nur in unsere Meere schauen. Inzwischen ist der Anteil an Plastikteilen im Meer weit größer als der Anteil an Plankton. Auf ein Teil Plankton kommen inzwischen im Schnitt rund 60 Teile Plastik. Zudem gibt es in den Ozeanen bereits sogenannte „Plastic-Islands“, schwimmende Müllinseln, die zum Großteil aus Plastik bestehen. Macht man sich diesen Fakt bewusst, ist es schon verständlicher, warum wir den Kunststoff täglich zu uns nehmen. Unsere Lebensmittel sind zum einen damit eingepackt und in den Lebensmitteln selbst sind bereits über die Nahrungskette Plastikteile in das Produkt gelangt. Keine Pflanze und kein Tier kommt praktisch daran vorbei. Selbst wenn das Produkt keine Plastikteile enthält, so enthält es mindestens Bestandteile davon.

Plastik ist Gift

Plastik wird aus Erdöl produziert. Erdöl ist eine hochgiftige Substanz, welche zu großen Teilen wieder in Plastik zu finden sind. Auch wenn das Produkt aus Hartplaste besteht und das Gift zunächst gut gebunden ist, so zersetzt sich das Plastik nach einiger Zeit und setzt so auch das Gift frei. Überall um uns herum haben wir also Substanzen und Stoffe die eigentlich giftig sind. Bei vielen Plastikarten ist eine giftge Wirkung der Bestandteile nur noch nicht nachgewiesen und darf deshalb weiter verkauft werden. Andere Substanzen sind bereits erforscht, doch in den Produkten selbst befinden sie sich aber meist unterhalb des Grenzwertes. Das nützt uns am Ende auch nichts, wenn wir uns ständig diesen Stoffen aussetzen. Nachgewiesen ist bei einigen Substanzen Beispielsweise die krebsfördende Wirkung. Andere Substanzen wirken im Organismus wie Enzyme oder Hormone. Bei vielen Paaren die heute keine Kinder haben können, kann ein Zusammenhang zu Plastik hergestellt werden.

Folgen

Es ist erschreckend. Wir scheinen uns selbst und unseren gesamten Planeten langsam aber sicher hinzurichten. Die Entwicklung ist so schleichend das kaum jemand Notiz davon nimmt. Aber wenn jetzt schon Paare keine Kinder bekommen können, wie sieht es dann in 100 Jahren aus? Zudem die Plastikindustrie nach wie vor boomt. Es wird so viel Plastik produduziert wie nie zuvor. Das alles landet irgendwann auf unseren und den Tellern unserer Kinder und Enkelkinder (Vorraussetzung sie können noch Kinder bekommen). So kann es auf Dauer nicht weiter gehen. Es sei denn wir wollen das Aussterben der menschlichen Rasse.

Die Alternativen

Genau hier liegt der Hase im Pfeffer begraben. Es gibt zwar für viele Produkte inzwischen Alternativen (z.B. Verpackungsmaterial) aber nicht in ausreichender Menge und auch längst nicht für alle Produkte. Zudem wird alternatives Verpackungsmaterial wieder aus Biomasse gefertigt, wofür wiederum Agrarfläche statt für Lebensmittel für Verpackungsmaterial drauf gehen würde.

Insgesamt kann man als Endverbraucher trotzdem was tun. Papier statt Plastiktüten verwenden ist nur eine Möglichkeit. Zudem sind viele Lebensmittel bereits in Alternativen Verpackungsmaterialien abgepackt. Als Verbraucher kann man genau auf solche Produkte zurückgreifen. Nur so schafft man ein Umdenken und eine Förderung der Bio-Produkte. Wann der erste Reifen aus Biomasse erscheint, steht allerdings noch in den Sternen. Die Menschheit steht weltweit vor Problemen, die nicht so einfach lösbar sind.

Bild: geoftheref

 

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