Schichtarbeit, Wochenende, Feiertage. Der Beruf des Altenpflegers ist alles andere als attraktiv. Viele können sich besseres vorstellen als Beispielsweise Sonntag abend auf Arbeit zu gehen und wie es so schön heißt „Ärsche abwischen“.

Dieser Ausspruch bringt mich regelmäßig auf die Palme. Es ist viel mehr als „ärsche abwischen“. Eigentlich ist die Zeit die man mit dieser Tätigkeit verbringt eher gering. Ich denke ich bin mehr damit beschäftigt meine Hände zu desinfizieren als „Ärsche abzwischen“.

Die Grundtätigkeit des Altenpflegers ist dennoch die Pflege von Menschen. Dazu gehört allerdings nicht nur der „Arsch“, sondern ein ganzer Mensch mit seinem Körper, aber auch seiner Seele. Der Altenpfleger ist ein Universalberuf. Er ist Pfleger, Psychologe, Friseur, Vermittler, und vieles mehr. Er ist derjenige, der alles koordiniert und organisiert. Er ist auch derjenige, der den Frust abbekommt wenn etwas mal nicht so funktionierte.

Bei dieser ganzen Tätigkeit macht sich der Altenpfleger den Rücken kaputt, er hat ein ungeregeltes Leben und das Privatleben kommt im Gegensatz zu denjenigen, die von Montag bis Freitag von 8:00 – 16:00 immer wieder zu kurz. Der Altenpfleger ist ein Beruf der Opfer fordert. Nicht umsonst halten die wenigsten in diesem Beruf länger als 10 Jahre durch. Erwiesener maßen ist die Tätigkeit des Altenpflegers alles andere als Gesundheitsfördernd.

Hättest du mal was besseres gelernt!

Klar, das höre ich immer wieder und früher konnte ich mir Arbeit in der Pflege nicht wirklich vorstellen. Ich bin da mehr oder weniger rein gerutscht und nach einer Zeit als Pflegekraft wollte ich eben mehr. Deswegen bin ich heute eben Altenpfleger. Ein Beruf der mir sehr viel Spaß macht. Ein Beruf, den ich mit Herzblut ausübe und ich denke vor allem die Bewohner merken das.

Ich wollte nach meiner Zeit als Pflegekraft nichts „besseres“ lernen. Ich wollte das. Was ich aber nun fest stelle, nachdem ich mit diesem Beruf fertig bin, dass er so gut wie überhaupt nicht gewürdigt wird außer von den meisten Angehörigen, die sehen, was wir täglich leisten.

Am besten und einfachsten würdigt man gute und wichtige Arbeit am Gehalt. Doch hier beginnt die Entwürdigung des Berufs schon.

Wie viel bin ich wert?

Na klar, man kann in der Pflege auch recht gut verdienen. Doch „gut“ ist eher subjektiv. 15 – 18€ verdient man nur, wenn man sein Leben weg wirft und als Sklave einer Zeitarbeitsfirma, die für die Arbeitskraft 100€ und mehr pro Stunde verdient. 20 – 25 Tage im Monat weg von Zuhause in der Weltgeschichte herum reist.

über 11€ kommt man im Beruf des Altenpflegers im Osten Deutschlands selten. Als ich mein Stellengesuch ins Netz gestellt habe, meldeten sich ausschließlich Zeitarbeitsfirmen. Ich hatte anscheinend eine völlig übertriebene Gehaltsvorstellung von 12€ pro Stunde und das auch noch in Sachsen, wo noch mal weniger gezahlt wird als in Thüringen wo ich bisher wohne. Diese  Anforderung habe ich nun herunter geschraubt auf mindestens 11€. Zudem bin ich ja auch fleißig am Bewerbung schreiben und Angebote durchschauen.

Heute ist mir allerdings bald der Kragen geplatzt. Da steht allen ernstes eine Stellenanzeige für examinierte Altenpfleger bei 9€ pro Stunde im Internet. Das kann unmöglich euer ernst sein. Ist dieser Beruf wirklich so wenig wert? Werden Pfleger so wenig Wert geschätzt? Ich würde mich als Arbeitgeber schämen und wenn ich schon so wenig zahle, würde ich mich nicht damit brüsten und es in die Stellenausschreibung schreiben.

Dieses Stellenangebot empfinde ich um ganz ehrlich zu sein als eine pure Beleidigung. Ein Postzusteller verdient viel mehr. Ein Lagerist verdient viel mehr. Selbst Reinigungskräfte und Friseure dürften an diesen Lohn heran kommen und ihn teilweise überbieten.

Ich muss mich wohl mit dieser Realität auseinander setzen. Ein Mensch der sich um Menschen kümmert ist in unserer Gesellschaft nichts wert. Dabei gibt es ja bemühen, alles besser zu machen. Altenpfleger wollen ja nicht einmal primär mehr Lohn, sie wollen zunächst mehr Personal um den dauerhaften Druck weg zu bekommen. Um den Druck weg zu bekommen hat man sich allerdings etwas anderes überlegt. Man hat ein neues Konzept herausgebracht, nach dem der Dokumentationsaufwand verkleinert werden soll. Statt am PC zu hocken haben Pfleger ja demzufolge mehr Zeit für die Pflege. So zumindest der Ansatz. In der Praxis sieht das natürlich anders aus. Das ich nicht am PC sitze wenn ich Pflege, sollte jedem klar sein. Dafür hat man heute mit dem neuen Konzept öfter pünklich Feierabend weil die halbe Stunde stupides Maßnahmen im PC bestätigen weg gefallen ist.

Nachdem ich vor einiger Zeit dachte, dass sich etwas tut in der Pflege habe ich die Hoffnung wieder aufgegeben. Die Politik ist ja mit dem Thema fertig. Sie hat das neue „Strukturmodell“ als Pflegemodell heraus gebracht und natürlich eine Pflegereform auf den Weg gebracht. Für den Altenpfleger hat sich am Ende nichts getan. Im Gegenteil. Es wird wieder alles auf dem Rücken der Pflege ausgetragen.

Mag sein, dass ich vielleicht etwas dick auftrage. Vielleicht muss ich mich als Berufsanfänger erst mit der bitteren Wahrheit abfinden. Vielleicht sollte ich mich als ungelernter Postzusteller bewerben. Da verdien ich mehr bei wesentlich weniger Verantwortung und Stress. Post ist geduldig. Menschen die auf Toilette müssen erst wieder wenn es schon zu spät ist.

 

8 Thoughts on “Wie viel ist ein Mensch wert, der sich täglich für andere Menschen aufopfert?

  1. Irene Evora on 12. Juli 2016 at 16:54 said:

    Hallo Ludwig,
    Arbeit am Menschen wird in dieser Gesellschaft geringer geschätzt als Arbeit z. B. am Auto. Diese mangelnde gesellschaftliche Anerkennung ist sehr bitter. Politik weiß seit langem, was speziell mit der Altenpflege auf uns zu kommt, tut aber nichts, um diesen Beruf attraktiver zu machen.

    Die zusätzliche schlechte Bezahlung hängt damit zusammen, dass soziale Berufe immer als klassische Frauenberufe galten, und Frauen haben es nun einmal nie verstanden, ihre Arbeit in das richtige Licht zu rücken und sich entsprechend zu verkaufen.

    Arbeit soll in erster Linie Freude machen, man macht sie nur gut, wenn man sich auch „berufen“ fühlt. Aber leben sollte man auch angemessen können.
    Ferner ist nicht vorstellbar, dass ein Manager in der Großindustrie das 500fache eines Altenpflegers leistet; warum also diese Gehaltsunterschiede? Hieran etwas zu ändern, haben auch die in den Aufsichtsräten sitzenden Gewerkschaften nie wirklich Willen gezeigt, die Politik sowieso nicht, in der Zukunft ist damit eher noch weniger zu rechnen.

    Man wird versuchen, die vorwiegend muslimischen Migranten auch in den Pflegeberufen unterzubringen. Das würde zu Lohndumping führen.
    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dies für die nächsten Jahre realistisch ist:
    Die Frauen wollen/dürfen i. d. R. nicht arbeiten, muslimische Männer sehen es als unter ihrer Würde an, „ungläubigen, alten Menschen die Ärsche abzuwischen“. Sorry, aber O-Ton.
    Also denken Sie erst gar nicht an Postzusteller o. ä., denn deren Löhne werden in Kürze durch die Zuwanderung weiter unter Druck geraten. Es wird ein Überangebot an ungelernten Kräften geben und wer mehr fordert, darf als Erster gehen.

    Ich würde an Ihrer Stelle ALLES daran setzen, mich in der Pflege weiterzubilden; Sie haben noch sehr viele Jahre vor sich, und das ist körperlich nicht durchzuhalten.
    Steuern und Abgaben werden spät. Ende 2017/Anfang 2018 stark ansteigen, so dass netto weniger übrig bleiben wird.

    Vielleicht finden Sie das albern, aber Jeder sollte sich unbedingt Gedanken darüber machen, wovon er leben will, wenn er körperlich nicht mehr kann. Das ist in normalen Berufen deutlich vor 67. Die jüngeren Generationen werden voraussichtlich noch später mit Rente rechnen können.
    Sie haben spät begonnen. Die geforderten 45 Jahre Beitragszahlung werden Sie kaum zusammen bekommen. Das bedeutet rechnerisch eine so geringe Rente, dass mit Hartz IV aufgestockt werden muß.
    Ich will Ihnen nicht den Tag versauen. Bitte Gedanken machen.
    Sollten Sie irgendwann mal Fragen haben, können Sie mich jederzeit anschreiben, die Email-Adresse liegt ja vor.
    Ich wünsche Ihnen, dass Sie rechtzeitig einen Job finden, der Ihren Vorstellungen entspricht.
    Viele Grüsse

     
  2. Der Umstand, dass ein Immobilienmakler weitaus mehr verdient, als jemand, der sich um meine kleinen Kinder, um den behinderten Nachbarn oder um die alte Omi kümmert, stellt mich immer wieder vor viele Fragen!
    LG
    Sabienes

     
  3. @Irene Evora, keine Ahnung woher Sie diesen angeblichen O-Ton, haben, aber so ist das nicht. Für Muslime ist die Pflege alter Menschen, im Gegensatz zu Nicht-Muslimen selbstverständlich,Man sich von eben jenen Menschen oft genug rechtes Gewäsch anhören. Wenn Leute anfangen zu schreien das sie einen deutschen Pfleger verlangen und sich vom Ausländer nicht helfen lassen wollen, weiß man nach Feierabend auch was man gearbeitet hat.

    Ich weiß nicht wie hoch hier im Westen der Std-Lohn ist, aber ich weiß das hier schon viele Alten-und Pflegeheime kaum noch deutsches Personal bekommen weil die eben keine alten Leute pflegen wollen, nicht mal die eigenen Eltern, geschweige denn andere. Eine beachtliche Menge Kroaten sind in dem Job und auch christliche Träger haben keine andere Wahl mehr als zunehmend Muslime auszubilden und einzustellen, denn sonst wird Pflege irgendwann gar nicht mehr statt finden.

    Ausländern kann man nach Bedarf die Anerkennung von Zeugnissen verweigern und sie so gezielt dort einsetzen wo schwer deutsches Personal zu bekommen ist und das ist in erster Linie der soziale Bereich. Vor zwei,drei Jahren hat man hier alle muslimischen Altenpflegerinnen, die wegen Kopftuch nicht eingestellt wurden zur Umschulung für Kindergärten geschickt. Sozial ist sozial und sie sind nicht mehr arbeitssuchend. Daran sieht man auch den Stellenwert des sozialen Bereiches.

     
    • Irene Evora on 14. Juli 2016 at 10:39 said:

      @deutschemuslima71
      Der Stundenlohn im Westen in der Altenpflege liegt höher als 9-11 Euro. Trotzdem unangemessen niedrig vor allem auch für eine auskömmliche Rente. Für einen Alleinstehenden kaum zu bewältigen.

      Der Durchschnitts-Deutsche hatte in vielen Jahrzehnten nie Probleme damit, sich von ausländischen Kräften pflegen zu lassen. Im Gegenteil, sie waren willkommen, ob Philippinen, Polen, Kroaten. Sie hätten selbstverständlich auch keine Probleme damit, sich von Muslimen pflegen zu lassen, wenn diese nicht die Privatangelegenheit Religion wie eine Standarte vor sich hertragen.

      Wenn für Muslime pauschal die Pflege (ALLER?) alten Menschen so selbstverständlich ist, wie Sie schreiben (männliche Muslime erwähnen Sie erst gar nicht), warum findet dieser Beruf in der aktuellen Aufstellung von Herrn Weise, BAMF, so gut wie gar nicht statt?
      Warum haben von den wenigen Migranten, die in 2015/16 kamen und die bisher in Arbeit gebracht werden konnten, vorwiegend die Branchen Zeitarbeit, Wachdienste, Gebäudereinigung, profitiert, obwohl Altenpfleger ein derartiger Mangelberuf ist?
      Zumal Leiharbeit und Wachschutz Branchen sind, wo der ausufernde Bedarf künstlich geschaffen wurde.
      http://www.rp-online.de/politik/deutschland/interview-mit-bamf-praesident-weise-erst-30000-fluechtlinge-haben-einen-job-aid-1.6111184

      So lange Muslime in Deutschland nicht begreifen, wo und in welchem Jahrhundert sie sich befinden, unsere Lebensweise nicht respektieren (das beginnt mit äußerlicher Abgrenzung) wird es hier zunehmend Probleme geben. Ist es das, was Sie wollen? Ihr einseitiger Kommentar, mit dem Sie ausschließlich den „schon länger hier Lebenden“ die Schuld geben, deutet darauf hin.

      Im übrigen war das Thema hier nicht die Integrierbarkeit von Muslimen ^.

       
    • Ja, im sozialen Bereich sind die Löhne extrem niedrig, egal wo in D. Muslime bedeutet übrigens Muslime. So wie Deutsche, Deutsche sind. Kein bestimmtes Geschlecht.Und nein, es ist keineswegs so, das seit Jahrzehnten die Deutschen kein Problem haben sich von Migranten pflegen zu lassen. Es gab und gibt immer wieder Probleme, die natürlich mit schwindender deutscher Anwesenheit in diesem Beruf größer werden. Und wenn die jetzigen AfD- Anhänger gepflegt werden müssen, in einigen Jahren, dann wird es noch mal ein großes Problem. Rechts hat Probleme mit so einigen. Und solange es dieses braune Gedankengut gibt, gibt es Arbeitgeber die Menschen wegen Hautfarbe, Sprache, Religion, Kleidung diskriminieren und ihnen die Arbeit verweigern. Beispiel: Die Stadt als Träger hat kein Problem mit Musliminnen mit Kopftuch , die Leitung der Einrichtung hingegen, entscheidet sich dagegen. Auch die Benachteiligung im Bildungsbereich ist seit langem kritisiert, wird aber nicht verbessert. Keine entsprechenden Noten, keine Ausbildung, kein Job. Gerade in der Altenpflege ist die Ausbildung mit vielen medizinischen Begriffen durchsetzt, die selbst für Deutsche eine Herausforderung sind. Wer aber Probleme mit der deutschen Sprache hat, hat kaum eine Chance, denn allein die Begriffserklärung funktioniert nicht. Alles was sie aufgezählt haben kann man mit Hauptschulabschluss machen, für Altenpflege braucht man Realschulabschluss und da haben sie schon genug Begründung warum Migranten in Niedriglohnjobs mit geringen Anforderungen zu finden sind und nicht in der Pflege. Und noch etwas: wir Muslime befinden uns im richtigen Jahrtausend und solche Sprüche wie ihre führen zu Abgrenzung, oder sagen wir eher zur Ausgrenzung. Das Thema ist hier Vorurteile und Hetze gegen Muslime und die Weigerung diverser Menschen Migranten und Muslime zu integrieren.

       
  4. Irene Evora on 16. Juli 2016 at 14:32 said:

    @deutschemuslima71
    „Wir Muslime“ schreiben Sie. Wir Muslime gibt es nicht, das wissen Sie so gut wie ich. Sehr viele Muslime, die ich mehr oder weniger persönlich kenne, geben das auch offen und ehrlich zu. Warum können Sie das nicht?
    Es gibt tolerante, moderne, aufgeschlossene Muslime und solche, die noch in der Steinzeit leben. Und alles in der Bandbreite dazwischen.

    Mißstände müssen benannt werden dürfen, ebenso ist es legitim, wenn Menschen sagen, dass ihnen verhüllte Frauen im Straßenbild nicht gefallen.
    Dann kommt fast fanatisch und sowas von altmodisch die Nazi-Keule, bei der Begriffe wie „rechts“, „braunes Gedankengut“ und AfD-Wähler wild in einen Topf geworfen werden.
    Die AfD oder politisch rechts bzw. konservative Menschen in Zusammenhang zu bringen mit dem links-sozialistischen Muslim-Freund und Judenhasser Hitler zeugt entweder von totaler historischer Unwissenheit oder Böswilligkeit.
    Braunes Gedankengut hat in Deutschland eine so verschwindend geringe Anzahl von Menschen, dass selbst die Salafisten inzwischen eine Mehrheit ihnen gegenüber darstellen.
    Wieviele Menschen sterben in Europa und in der Welt pro Jahr durch den Islam? Wieviele durch rechte Gewalt? Die Zahlen sollten Ihnen zu denken geben und zeigen klar, aus welcher Richtung die Gefahr droht.
    Das sind islamistische Terroristen, werden Sie jetzt sagen. Ja, sicher.
    Tausende von Muslimen, die nach den Anschlägen in Belgien vor Freude applaudierten, auch?

    Deutschland ist das Land, wo jeder alles lernen und beruflich erreichen kann. Das liegt in der Eigenverantwortlichkeit eines Jeden.
    Wenn Kinder aus Migrantenfamilien in der 3. Generation immer noch nicht richtig deutsch sprechen können und folglich den Realschulabschluss nicht schaffen, liegt das Ihrer Meinung nach an der deutschen Gesellschaft mit dem „braunen Gedankengut“. Finden Sie es nicht etwas billig, Andere für eigenes Versagen verantwortlich zu machen? Oder liegt es vielmehr an den Muslimen selbst, denen es wichtiger ist, ihre religiösen Symbole gegen jeden Widerstand, notfalls per Klage, in die Öffentlichkeit zu bringen, um dann hinterher aus der Opferrolle heraus zu jammern, die böse deutsche Gesellschaft nähme ihnen ihre Chancen?
    Vollkommen unangemessen finde ich es auch, die Gesellschaft, in die man (oder die Eltern) aufgenommen wurde, bei berechtigter Kritik zu beschimpfen. Aber das ist ja so herrlich einfach, zumal im Moment „in“.

    Integration ist etwas, was still und leise funktioniert. Vorausgesetzt, die neu Hinzugekommenen wollen es. Man kommt in ein Land, schaut sich um, welche Sitten und Gebräuche es dort gibt, wie die Einheimischen ticken, und fügt sich möglichst geräuschlos ein. So würden wir es in fremden Ländern tun.
    Wer ständig irgendetwas fordert, der Gesellschaft seine kulturellen Vorstellungen aufzwingen will, sich optisch abgrenzt, gegen Gleichberechtigung von Mann und Frau oder Homosexuellen verstößt, gegen Juden hetzt und sich dabei noch auf Religionsfreiheit beruft, unsere sexuelle Freizügigkeit und unsere freie Gesellschaft allgemein nicht nur nicht respektiert, sondern auch verachtet, den möchte ich gerne fragen, warum er nicht in einem der vielen, nach der Scharia ausgerichteten muslimischen Länder lebt.
    Integration wird NIEMALS funktionieren, wenn sie den Einheimischen per Order von der Politik, den Medien und den Zuwanderern versucht wird, aufzuzwingen.
    Es ist noch nie gut ausgegangen, wenn eine Minderheit der (noch schweigenden) Mehrheit des Volkes seinen Willen aufdrücken will. Das wird auf lange Sicht furchtbare Auswirkungen haben.

     
  5. Irene Evora on 16. Juli 2016 at 16:26 said:

    @deutschemuslima71
    P. S.
    Zu Ihrem ständigen Gewinsel über die demokratische Partei AfD:
    Die Mehrheit Ihrer (mutmaßlichen) Landsleute, die sich seit den 60ern in Deutschland aufhalten, leben auf Kosten der Steuerzahler.
    Zum Dank dafür wählen sie ultrarechts, rechter als es die böse AfD je sein kann, nämlich Erdogan. Wie heuchlerisch muß man eigentlich sein?

     
  6. @Irene Evora,
    „Wir Deutsche“ gibt es auch nicht und doch behaupten die Rechten immer „Wir sind das Volk“.
    Mir gefallen Frauen in Top und Unterhose in der Öffentlichkeit auch nicht, aber ich mache daraus keine Hetzkampagne oder verlange gesetzliche Regelungen die solche Kleidung verbieten. Man nennt das Toleranz. Toleranz die eigentlich in einer Gesellschaft normal sein sollte, aber in den rechten Reihen nicht existiert. Zumindest nicht wenn es um die Toleranz gegenüber Ausländern/Migranten/Muslimen/Flüchtlingen geht. Umgekehrt erwartet man aber das diese Menschen eine 1000%ige Toleranz gegenüber allem und jeden bieten. Aber ansatzweise etwas zurückgeben geht nicht.
    Tut mir Leid wenn sie nicht bereit sind die Probleme zu sehen und lieber grundsätzlich andere verantwortlich machen als den Dreck vor der eigenen Tür weg zu fegen. Da wo wirklich etwas getan werden müsste, tut sich nichts, aber man verschwendet jede Menge Energie darin anderen seien geballte Intoleranz an den Kopf zu donnern und Diskriminierung zu legalisieren, auch gegen jedes richterliche Urteil.
    Menschen bei unberechtigter Kritik zu beschimpfen, zu beleidigen, zu verurteilen ist okay, aber bitte bei berechtigter Kritik von anderer Seite schweigen. Das übliche halt.

    Diese Behauptung das andere den Deutschen etwas aufzwingen wollen finde ich sehr niedlich. Es sind deutsche Politiker die gegen richterliche Entscheidungen zwar Nonnen mit Kopftuch als Lehrer akzeptieren, aber Musliminnen den Zugang verweigern. Es sind Nicht-Muslime die ständig darüber debattieren welche Kleidung verboten werden soll.
    Es sind dieselben Leute die erwarten das Frauen nackt sind, die Frauen schlechter bezahlen als Männer, Titten- und Blondinenwitze geil finden usw.,usw.

    Richtig: Integration wird nicht funktionieren wenn die Menschen im Land nicht bereit sind neu hinzukommende zu integrieren. das sag ich ja. Satt sich also auf den nächsten Krieg und das nächste Abschlachten zu freuen, wie es zur Zeit Hitlers statt fand, sollte man sich vielleicht überlegen was man selbst tun kann um Menschen in die Gesellschaft zu integrieren, statt sie bei jeder Gelegenheit wissen zu lassen, das sie nicht willkommen sind und man nicht darauf verzichten möchte sich in seinen Vorurteilen und Unwissenheiten zu suhlen.

    Keine Ahnung warum sie mir mit Erdogan kommen oder mit Landsleuten die seit den 60ern hier leben, aber sie haben Recht: ca. 5 Millionen Deutsche leben auf Kosten der Steuerzahler. Mehr als alle Ausländer zusammen, die gerade mal auf eine Millionen Hartz IV-Empfänger kommen. Und dabei sollten sie nicht vergessen, das es sich dabei um Aufstocker handelt, denn im Niedriglohnsektor verdient man nicht genug um ständig steigende Miet-/Neben-Und Lebenshaltungskosten zahlen zu können. Da die Leute aber dennoch berufstätig sind zahlen sie Steuern und in die üblichen Versicherungen ein, wie z.B. Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung,.. Bedeutet: Die Leute finanzieren sich quasi selbst. Man könnte ihnen auch einfach einen gerechten Lohn zahlen, dann müssten sie nicht mehr aufstocken und würden aus der Statistik verschwinden, aber Politiker und Arbeitgeber haben es nicht immer so mit der Logik. Oder vielleicht wollen sie nur einfach die rechte Stimmung anheizen, das ist ja gerade „in“. Außerdem bringt es ordentlich Geld. Bundeswehr im Innern ist schon lange ein Wunsch der Regierung, Deutschland gehört zu den größten Waffenproduzenten und da ist ein kleiner Krieg recht lukrativ…

     

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