Seit Wochen reitet meine Lieblingszeitung auf dem Stinkefinker von Varoufakis herum und erfindet damit immer neue Namen für die Griechen.

Dabei unterstellte sie den Griechen sie hätten erst vor wenigen Tagen zugegeben das der Staat eigentlich Bankrott ist. Das Interview welches die Bild zitierte stammte aber von 2013. Genau wie das Bild mit dem Mittelfinger (angeblich). Schon damals sagte Varoufakis er würde Griechenland lieber Pleite gehen lassen, denn Staatsbankrott erklären und so Deutschland den Mittelfinger zeigen.

Die Bild nennt das nun „Lügengriechen“. Ich nenne das konsequent. Deutschland und die EZB holt doch aus einem bankrotten Land nur noch die letzten Millionen heraus und verzögert den eigentlichen Bankrott nur noch weiter. In meinen Augen hat Varoufakis das volle Recht Deutschland den Stinkefinger zu zeigen. Allein schon wegen dieser völlig falschen Sparpolitik. Kritik erntet er dafür trotzdem. Es ist schon bezeichnend, wie brutal dieser Kapitalismus inzwischen mit den Menschen umgeht. Im gesamten südlichen Europa sitzen die Menschen auf der Straße. Ganze Generationen sind hoffnungslos und größtenteils Arbeitslos. Die Sozialsysteme sind völlig zerstört. Pleite gehen darf man die Länder trotzdem nicht, weil damit das Geld der Anleger weg wäre…Die Menschen auf der Straße sind dann wohl ein Übel das man in Kauf nehmen muss… Es ist abartig…

Heute hörte ich, das unter den Randalierern in Frankfurt auch viele ausländische Menschen befanden. Vor allem aus Südeuropa. Dahingehend kann ich den Frust gar verstehen. Auch wenn ich trotzdem Gewalt nicht gutheiße. Mit dieser Politik muss endlich aufgehört werden.

Übrigens im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass das Foto ein Fake ist. Der Bild scheint das aber egal zu sein.

Foto: Libertinus

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