Es war schon lustig wie die Sügida sich am Montag selbst feierte. Auch wenn ich nicht glaube, das es tatsächlich nur etwa 350 Leute waren (ich glaube immernoch etwa 500). So hat sich doch die Zusammensetzung enorm verändert.Anfangs hat Sügida versucht das Gesicht einer bürgerlichen Bewegung zu bewahren und einen auf bürgerliche Mitte zu machen. Doch nach und nach merkten anscheinend die Bürger, wo sie da mitlaufen und blieben fern. Sowohl auf der Facebookseite, als auch auf der Veranstaltung selbst, kann man inzwischen nurnoch gehetze und lächerliche Propaganda lesen. Eine Abgrenzung vom exremen rechten Spektrum erfolgt überhaupt nicht mehr. Es wird noch nicht einmal mehr zwischen Asylbewerbern und anderen Ausländern unterschieden. Schon allein das lässt darauf schließen, das Sügida keinen Ruck nach rechts macht, sondern ihr wahres Gesicht immer mehr zeigt.

So blieb nach und nach die bürgerliche Mitte weg und übrig blieb ein brauner Einheitsbrei, deren Redner sich nicht einmal mehr in ihrer Rhetorik unterscheiden. Es wird gebrüllt und gehetzt was das Zeug hält. Die Redner werden gefeiert und auf Facebook in den Himmel gelobt, während man die Gegendemonstranten, die in der Regel auf der Bühne nicht so rumbrüllen und rumjammern als Schreihälse bezeichnet.

Angesichts dieser Tatsachen, hat man es bei Sügida keinesfalls mehr mit einer Bewegung von Bürgern zu tun. Dagegen scheint man es mit einem großen Naziaufmarsch zu tun zu haben. Angesichts der Teilnehmerzahlen gar mit dem größten regelmäßigen Naziaufmarsch in Deutschland. Nirgendwo sonst kommen so oft so viele Rechtsextreme zusammen.

Jeder kann sich von diesem Aufmarsch selbst ein Bild machen. Ob man nun bei der Gegendemonstration mitmacht oder nicht. Es sollte hier zumindest Gesicht gezeigt werden und genau wie zu DDR Zeiten für Freiheit und Demokratie auf die Straße gegangen werden. Aber solche, die heute am lautesten die Demokratie (die sie angeblich erkämpft haben), blieben damals ja auch lieber zuhause und feierten die DDR (Wink mit dem Zaunpfahl an die CDU). Das getue hängt mir zum Hals raus.

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